Duisburg – Stadt der Verhinderer

Wenn man in Duisburg länger lebt, dann fällt einem vor allem eine starke Seite auf:

Etwas zu verhindern ist wichtiger als etwas zu ermöglichen !

Diese zeigt sich mannigfältig in allen Lebensbereichen von Duisburg:

  • Wirtschaft: Ein wirklicher Strukturwandel hat bis heute noch nicht stattgefunden. Man setzt immer noch auf Montanindustrie und Logistik (Hafenstadt). Technologiezentren wurden zwar gefeiert, neue Technologien muss man dennoch mit der Lupe suchen. Mit viel Tamtam und Fördergeldern wurde der Logport realisiert, eine vernünftige Verkehrsanbindung für die LKW’s ist bis heute nicht vorhanden. Riesige Lagerhallen in denen kaum ein Mensch arbeitet. Die Luftbelastung des Verkehrs bleibt dafür zum Ausgleich.
  • Verkehr: Es fällt jedem recht schnell auf das das verkehrspolitische Ziel von Duisburg ist, den Verkehr möglichst zum Erliegen zu bringen. Man braucht meistens fast eine halbe Stunde um überhaupt erst einmal auf eine Autobahn zu kommen, obwohl Duisburg von Autobahnen umgeben ist. 547 Lichtzeichenanlagen im Stadtgebiet – Tendenz steigend – sprechen eine deutliche Sprache. In dieser Stadt schafft man es sogar einen Kreisverkehr ad absurdum zu führen, in dem man in ihm nicht im Kreis fahren darf (Rheinhauser Brücke). Die Umweltzonen tun nun ihr übriges, um die Kleinbetriebe in die Knie zu zwingen.
  • Parken: Duisburg darf Stolz darauf sein als erste Stadt der BRD Parkuhren eingeführt zu haben. Bis heute ist man dieser Tradition mehr als treu geblieben und hält Parkraum knapp und teuer. Anwohner werden sogar für die Einrichtung von Anliegerparkplätzen zur Kasse gebeten, für die sie dann selber Parkgebühren zahlen müssen. Hut ab! Warum bei dieser politischen Vorgehensweise Shopping in Duisburg niemals so attraktiv wie im Centro in Oberhausen mit kostenlosen Parkplätzen sein wird, wird wohl nie in die Köpfe gehen.
  • Wohnen: Eine Polarisierung der verschiedenen Stadtteile schreitet immer weiter voran. Vor allem die Stadtteile Beeck, Hamborn und Hochfeld verwandeln sich immer mehr in Ausländer-Ghettos. Das Geld wird nur in Prestige-Objekte gesteckt mit denen man all die Arbeitslosen perfekt verhöhnen kann, wie z.B. der neue Yachthafen (Marida) oder das Spielkasino. Bäder und Stadtteilbüchereien werden geschlossen, für die Renovierung und den Unterhalt von Schulen, Kirchen und öffentlichen Gebäuden fehlt angeblich das Geld, obwohl die größte Moschee von Deutschland problemlos mit Millionen subventioniert wird. Die beste Methode um den Ausländerhaß zu steigern und die Polarisierung weiter voranzutreiben.
  • Politik: Von 1948-2004 hat Duisburg einen SPD-Oberbürgermeister. Und August Seeling hat mit einer 21 jährigen Amtszeit bestimmt viele Rekorde gebrochen. Die Strukturen sind derart verkrustet und der Filz so dick, das selbst ein Amtswechsel zu einem CDU-Mann im Jahre 2004 bis heute zu keinen spürbaren Veränderungen geführt hat. Die Machtstrukturen sind betoniert, alle Veränderungen werden wirksam ausgebremst und verhindert. Bei purer Stagnation ist ein Umdenken unmöglich.