Duisburg – Stadt für Lungenkrebs

Es gibt in ganz NRW wohl kaum eine Stadt in der eine miserable Luftqualität mehr Tradition hat als in Duisburg.

Hat man in den 80ern noch erkannt das es wichtig ist dieses Image loszuwerden, spielt es heute überhaupt keine Rolle mehr. Dabei ist dies die entscheidende Voraussetzung für einen erfolgreichen Strukturwandel, der bislang immer auf die eine oder andere Weise zu einem Rohrkrepierer geworden ist. Die Bevölkerungsentwicklung ist seit 1978 auch dementsprechend rückläufig.

Aber ganz im Gegenteil – Es wird ein neues Sargnagel-Projekt nach dem anderen eingestielt:

  • Bau eines Kohekraftwerks
  • Bau einer Tiermehlverbrennung
  • Bau neuer Hochöfen
  • Bau neuer Kokereien

Als es vor ein paar Jahren einen Dioxin-Skandal durch eine Firma in einem sehr dicht besiedelten Gebiet gegeben hat, ist ausser dem Austausch von ein wenig Sand auf ein paar Spielplätzen nichts passiert. Die Firma sitzt nach wie vor an der selben Stelle und macht fleissig weiter.

Eine Firma braucht nur den Joker ziehen und das Wort „Arbeitsplätze“ sagen und schon ist alles erlaubt. Wieviele Arbeitsplätze mit dieser Politik verhindert werden, darüber spricht man nicht.

Selbst wenn sich vereinzelt mal die Bevölkerung dagegen zu wehren versucht, es wird dann letztendlich doch gebaut oder so weiter gemacht wie bisher. Wen interessiert schon das Wohl der Bevölkerung?

Die Poilitiker auf jeden Fall nicht. Und das Umweltamt erst Recht nicht.

Wurden Beschwerden vor ein paar Jahren noch wenigstens mit den üblichen Verharmlosungsversuchen und Abwiegelungstechniken beantwortet, so bekommt man heute noch nicht einmal mehr eine Antwort.

Gott sei Dank beschwert sich ja kaum einer. Es ist ja schliesslich schon immer so.

Auch wenn man es schon direkt deutlich merkt wie sich die schlechte Luft einem auf die Lunge legt, wenn man sich nur allein Duisburg nähert. Chronische Reizung der Bronchien sind selbstverständlich.

Aber nun wird der Irrsinn auf die Spitze getrieben und es werden die vollkommen überflüssigen Umweltzonen eingeführt. Wenn man keine gute Luft hat dann muss man halt welche definieren.

Besonders lustig sind die Umweltzonen rund um die Stahlwerke von HKM. Dort kann man fast das ganze Jahr kaum atmen, aber ein PKW ohne Unsinns-Plakette darf dort nicht fahren.

Ich sage nur: Weiter so – ihr habt es in den letzten 20 Jahren nicht kapiert und da sich kaum einer beschwert muss es wohl gut so sein.