Ordentliche Fahrpläne statt Hochbahn-Phantasie

Das neue Wählerbündnis JUNGES DUISBURG kritisiert die zum 14. Juni greifenden Änderungen im Fahrplan der Duisburger DVG. Die Änderungen seien wieder einmal nur „ein Tropfen auf den heißen Stein“, so Stephan Krebs von JUNGES DUISBURG. Man müsse endlich weg vom unkoordinierten Flächen-ÖPNV an dem mit jeder Änderung herum geflickt wird!

Das Wahlprogramm von JUNGES DUISBURG sieht besonders vor, dass die Nachtbuslinien massiv ausgebaut werden. „Es kann doch in einer Universitätsstadt mit 500.000 Einwohnern nicht angehen, dass man nachts nirgendwo hinkommt!“, so Oliver Beltermann, Kandidat von JUNGES DUISBURG in Neudorf-Süd. Hier müsse endlich das Netz erweitert und die vorhandenen Linien in der Taktung aufgewertet werden!

Eine weitere Forderung von JUNGES DUISBURG ist die bessere Anbindung des Innenhafens: Das Aushängeschild in Sachen Abendgestaltung sei mit der Bahn überhaupt nicht und mit dem Bus nur sehr rudimentär zu erreichen. „Es ist momentan vor allem abends fast unmöglich vom Innenhafen in den Duisburger Norden zu kommen! Auch tagsüber fährt gerade einmal eine Buslinie den Innenhafen an – Ziel: Großenbaum!“, kritisiert Stephan Krebs, Kandidat für den Wahlkreis Wehofen/Fahrn im Norden.

JUNGES DUISBURG ist daher der Meinung, dass „statt öffentlich von einer Hochbahn zu Träumen“ eher der bereits vorhandenen und bezahlbaren ÖPNV ausgebaut werden sollte. „Was nutzt den Bürgerinnen und Bürgern eine Hochbahn mit drei oder vier Haltestellen, wenn man sonst nirgends hinkommt?“, fragt Krebs abschließend.

Das komplette Wahlprogramm und sämtliche Informationen zum neuen Wählerbündnis JUNGES DUISBURG findet sich online auf www.junges-duisburg.de.

3 Gedanken zu „Ordentliche Fahrpläne statt Hochbahn-Phantasie

  1. Mike Hanke

    Das sehe ich genauso. Ich wohne seit fast 20 Jahren in Duisburg und finde kaum eine Möglichkeit abends feiern zu gehen ohne auf Auto oder Taxi zurück zugreifen. Und wenn ich auf beides verzichten kann, dann gehe ich zu Fuß.

    Ein vernünftiges ÖPNV-Netz ist für eine Universitätsstadt unerlässlich. Außerdem mach ein nicht funktionierender Nahverkehr jede Umweltzone zur Farce. Wie wollen wir denn die Umwelt schonen wenn wir mit dem Auto fahren müssen und die Stadt uns keine Alternative bieten kann.

    Ihr Jungs seit gut drauf!

    Weiter so

  2. Steffen Bergmann

    Das gilt nicht nur für das Feiern am Wochenende allein. Dies kann man vielleicht sogar als privates Problem betrachten, wenn man denn möchte, dass die Ausgehszene unaktrativ bleibt.

    Mir ist es (dann allerdings unter der Woche) oftmals so ergangen, dass ich die letzte 901 oder 903 in den Norden genommen habe und dann immer noch eine halbe Stunde Fussmarsch vor mir hatte. Wenn man in einer Lerngemeinschaft ist, dann fällt der Griffel manchmal sehr spät. Jeder, der mal studiert hat, weiss das.

  3. Steffen Bergmann

    Selbst mit den Nachtexpressen sind viele Gegenden in Duisburg erst nach einem weiteren Fußmarsch von bis zu einer halben Stunde zu erreichen. In einer lauen Sommernacht mag dies ein Erlebnis sein, im Rest des Jahres ist dies einfach unzumutbar. Wer irgendwohin ausgehen will, weicht dann lieber woandershin aus, wenn man doch sowieso das Auto nehmen muß. Macht, daß Duisburger auch in Duisburg bleiben können.

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