Wählergemeinschaften arbeiten jetzt Hand in Hand

Die Kommunalwahl vom 30. August dieses Jahres hat dem Wählerwillen nach gleich fünf
Wählergemeinschaften mit einem einzelnen Ratsvertreter ins hohe Haus der Stadt Duisburg entsandt.
Drei dieser unabhängigen Ratsherren wollen sich jetzt als Fraktion mehr Gehör gegenüber den großen
Parteien verschaffen und schließen sich zusammen – zur Fraktion: Duisburger Wählergemeinschaften
(kurz: DWG).

Das 2004 gegründete und auch im alten Rat bereits vertretene Wählerbündnis „Duisburger Alternative
Liste“ (DAL), ist durch Ratsherrn Rainer Grün (42) ebenso mit von der Partie wie das neue
Wählerbündnis „Sozial. Gerecht. Unabhängig.“ (SGU), vertreten durch Ratsherrn Karlheinz Hagenbuck
(63), der dem Rat allerdings bereits seit 1986, damals noch für die SPD, angehört. Dritter im Bunde ist
Stephan Krebs (24) vom neuen Wählerbündnis „Junges Duisburg“ (JUDU), der nach erstmaliger
Kandidatur auch sofort einzog und nun sogar zum Fraktionsvorsitzenden gewählt wurde.

„Wir haben in intensiven Gesprächen innerhalb der letzten Wochen ausgelotet, ob es inhaltlich und
menschlich passt“, erklärt Fraktionsvorsitzender Krebs, „und das tut es!“ Der Grund zur
Fraktionsbildung sei indes für alle drei Ratsherrn in diesen Gesprächen von Anfang an der Selbe
gewesen: „Als Fraktion besitzt man mehr Stimmengewicht und wird von den großen Parteien eher
wahrgenommen. Das hilft unsere inhaltlichen Vorstellungen umzusetzen“, so Ratsherr und
Fraktionsschatzmeister Karlheinz Hagenbuck.

Die Zusammensetzung der neuen Fraktion sei auf den ersten Blick vielleicht überraschend, eigentlich
aber „der optimale Mix aus Erfahrung, Jungblut und Migranten“. Diese Fraktion vertrete wirklich „einen
großen Querschnitt der Duisburger Bevölkerung!“, erklärt Ratsherr Rainer Grün.

Die neue Fraktion DWG will sich allerdings nun nicht an einen Kooperationsvertrag binden und sich
abhängig machen. „Wir werden Politik für die Duisburger machen – fernab der politischen Farbenlehre.
Dafür sind wir angetreten, dafür sind wir gewählt und dafür stehen wir“, so Fraktionschef Krebs
abschließend.