Archiv für den Monat: Januar 2006

Die gesammelten Werke von Billy the Kid

Billy the Kid, eigentlich Mr. William Bonney, geboren 1859, erschossen im Alter von 21 Jahren – und für jedes Lebensjahr gab es einen Toten, sagten die Leute. Von allen Legenden, die es je im Wilden Westen gab, war er die größte.
Michael Ondaatjes Stück erzählt keine chronologische Biographie, sondern springt wild durch die Zeiten. Es schildert abenteuerliche und groteske Anekdoten, montiert Gedichte, Monologe und Songs zu einer Collage aus den Tiefen der Prärie und versammelt die Freunde und Feinde: John und Sally Chisum, auf deren Farm Billy immer wieder Zuflucht suchte; Angela D., die ehemalige Prostituierte, Billys Geliebte; Charlie Bowdre und Tom O’Folliard, die so elend ums Leben kamen, und Billys Schicksal, seinen einstigen Freund Pat Garret

Das Stück ist heute Abend in der Inszenierung von Boris Mercelot am Theater Duisburg zu sehen.
Beginn ist um 19:30 Uhr.

Helm und Heik

Jeden Augenblick tritt Gary Cooper auf die staubige Strasse, dem Bösen den Garaus zu machen, Miss Marple scheucht ungeduldig ihren vertrottelten Hobbykollegen Mr. Stringer, und James Bond macht einer sparsam bekleideten Schönheit das subtile Kompliment:“… steht Ihnen gut, das Nichts, was Sie da beinahe anhaben.“

Das Publikum ist mitten in der Szene, wenn die beiden Gitarrenprofis Helm van Hahm und Heik the Kid die ersten Takte dieser unsterblichen Klassiker aufspielen. Cooper, 007 und Miss Marple stehen mit auf der Bühne, sobald die beiden ihren Zuhörern eine perfekte Mischung aus Slapstick und Virtuosität präsentieren. Eine musikalische Verneigung, charmant, frisch und lebendig, kreativ verpackt in eine wuchtig – spannend – spaßige Bühnenshow.

Beginn ist um 20:00 Uhr im Hundertmeister.

Piano Extra

Bernhard Wambach und Marin Petrov spielen aus Werken von Wolfgang Rihm, Franz Liszt, Søren Nils Eichberg und
Johannes Brahms.

Beginn ist um 20:00 Uhr im Großen Saal des Theaters Duisburg.

Die Vollbeschäftigten

„Die Vollbeschäftigten“ ist eine musikalische Auseinandersetzung mit der Arbeitslosigkeit am angeblichen Ort ihrer Bekämpfung: der Agentur für Arbeit.
Der Komponist und Theatermusiker Dietmar Loeffler und Regisseur Henning Bock entwickeln einen Theaterabend, in dem die Figuren das Damoklesschwert der Arbeitslosigkeit zu Pflugscharen des Erfolgs und des Aufschwungs umschmieden wollen und sich dabei zuweilen ordentlich auf die Finger hauen.

Heute und morgen ab 19:30Uhr ist das Stück im Theater Duisburg zu sehen.

Der Neurosen-Kavalier

Der Weihnachtsmann von Karstadt hat wieder zugeschlagen. Diesmal ist ihm die Polizei dicht auf den Fersen. Unversehens findet er sich in einer psychotherapeutischen Praxis wieder und wird für den Vertretungsarzt gehalten. Um nicht aufzufallen, beginnt er mit der Behandlung. Aber die Fälle haben es in sich: die Kleptomanin, die exhibitionistische Schriftstellerin, der Buchhalter, der sich für Elvis Presley hält und, und, und…

Noch bis zum 5.02. ist die verrückte Komödie von Gunther Beth und Alan Cooper in der Comödie Duisburg zu sehen. So auch heute Abend.