Archiv für den Monat: Februar 2009

Duisburg – nur aus der Ferne und der Erinnerung betrachtet schön!

Ja – wenn man aus der Entfernung den süßen Erinnerungen einer alten Heimat nachträumt, sieht alles ganz rosig aus.
Leider hilft das nicht gegen die Fakten.
Duisburg ist eine sterbende Stadt und der Trend dazu wird immer stärker!
Schön geredet wird diese Tatsache von den Politikern und der Verwaltung schon mehr als genug – gefragt ist hier Kritik, damit sich hier endlich etwas ändert.

An sonsten kann man sich nur dem allgemeinen Trend anschliessen und wegziehen!
Dann hat man eine reelle Chance auf einen Arbeitsplatz, man kann wieder frische Luft atmen und schwärmerische Beiträge schreiben, wie schön es doch in Duisburg ist.

Hallo Duisburg!

Hi alle zusammen. Ich bin gerad edurch Zufall auf diese Seite gestoßen und bin schockiert über die Blogs: Alles Negativmeldungen über Duisburg!!! So kann es nicht weitergehen. Da anscheinend Blogger gesucht werden, versuche ich ab jetzt auch mal ein paar Beiträge mit Duisburger Bezug zu verfassen.

Zunächst einmal: Ich wohne gar nicht in Duisburg – nein – ich wohne in Frankfurt am Main. Ich bin quasi Exil-Duisburger und hab Duisburg auf Grund meines Jobs vor ca. 2,5 Jahren verlassen.  Und just in diesem Moment bin ich noch nicht einma in Frankfurt – nein- momentan schreibe ich aus Brasilien. Genauer gesagt aus Sao Paulo. Hier sitz ich nun im Hotel und muss lesen wie schlimm es um Duisburg steht.

Hey! Man muss einfach mal alles positiver sehen. Na klar gibt es Probleme. Aber wenn man immer nur von den Problemen berichtet, wird es auch nicht besser. Vor allem das Image von Duisburg wird auch nicht besser. Als Duisburger in Frankfurt wird man mit der ganzen Breitseite von Vorurteilen konfrontiert, die über Duisburg existieren.  Und ich kämpfe jedes mal mit dagegen an. Da kriegt man immer wieder zu hören, wieviel Grautöne in Duisburg eigentlich zu sehen sind oder wie sch**** Duisburg überhaupt ist. Ha! Da sagen HESSEN! Die wissen doch gar nicht wie schlimm sie selber sind – diese sturren Idioten.

Leute: Geht im Sommer an die Sechs-Seen-Platte oder besucht den Landschaftspark Nord. Oder den Duisburger Zoo. Meiner Meinung nach einer der Besten in ganz Deutschland.

Man muss einfach mal die Highlights – die positiven Dinge – von Duisburg hervorheben. Und dazu gehören auch die Menschen. Wie gesagt: Ich habe es mit jeder Menge Hessen zu tun und ich werde mit denen einfach nicht warm. Das fängt schon im Supermarkt an, wenn man nach Butter fragt. Wenn man Glück hat, kann man die Richtung erahnen, wenn man den Blicken der Verkäufer folgt. Wenn man Pech hat kriegt man die volle Breitseite von Sturrheit ab. Ein Duisburg bzw. ein Ruhrpottler ist da eine ganz andere Sorte Mensch.

Alos positiv denken. Ich werde versuchen dazu beizutragen.

Am Freitag flieg ich wieder nach Hause. Und am Sonntag freu ich mich schon auf den MSV Duisburg. Augsburg kann ein blau-weißes Wunder erleben!

Duisburg – Leise rieselt das Schwermetall

Duisburg ist genau die richtige Stadt um hier seine Kinder gross zu ziehen.

Deshalb ziehen aus Duisburg auch alle weg und keiner hier hin.

Und damit das auch so bleibt, wird die Schadstoffbelastung nicht verringert, sondern immer weiter erhöht. Es wurden neue, noch leistungsfähigere Hochöfen in Betrieb genommen, und im Norden und Süden werden noch zwei sehr leistungsfähige Kohlekraftwerke gebaut. Bürgerproteste sind irrelevant.

http://www.umweltinitiative-duisburg.de/kkw/index.htm

http://www.uerdinger-kohlekraftwerk.de/

Alles geschieht natürlich im Interesse der Bevölkerung . Schliesslich entstehen ja ein paar Arbeitsplätze dabei. Wieviele dadurch zerstört oder verhindert werden, das wird nicht hinterfragt.

Lange vorbei sind die Zeiten, wo man sich noch um ein besseres Image des Ruhrpott bemüht hat.

Und sollte es trotzdem ein Umweltproblem geben, dann findet sich noch nicht einmal mehr ein kompetenter Ansprechpartner, da das Umweltamt Duisburg aufgelöst worden ist. Es gibt nur noch Ansprechpartner für spezielle Gewerbebereiche, die weder die Möglichkeit für Ortstermine haben, noch Messungen vornehmen können.

Mehr braucht man auch nicht, schließlich steht das Ergebnis bei einem Umweltproblem sowieso immer von vorneherein fest: „Eine Gefährdung der Bevölkerung lag zu keinem Zeitpunkt vor.“

Und damit auch keine bersorgniserregenden Messwerte entstehen könnten, gibt es auch keine Mess-Stationen in den Schwerpunktregionen, wie z.B. der Hüttenwerke Krupp-Mannesmann (HKM). Zusätzlich sind die erfassten Messwerte auch immer sehr vorausschauend ausgewählt um Probleme zu vermeiden. http://www.lanuv.nrw.de/luft/temes/stat.htm

Artikel: Wochenanzeiger vom 21.01.2009

http://www.wochenanzeiger-duisburg.de/

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