Mittlerweile werden schon propagandistische Artikel veröffentlicht, in denen direkt schon vorab die Ziele in Frage gestellt werden.
Wie z.B. in diesem Artikel, bei dem angeblich ein Kohlekraftwerk durch “Wind- und Solarkraft” ersetzt werden soll. Dabei wird dann direkt im nächsten Atemzug zugegeben, daß man unmöglich 400 Windräder oder ein Quadratkilometer Solarpanels aufstellen kann.
Der Realitätsverlust zieht sich durch alle Bereiche.
Es wird nur noch an der Innenstadt mit Ihrem Hafen gefeilt, der Rest verfällt immer mehr und keinen interessiert es! Als ob die Einwohner etwas davon haben, wenn wieder ein altes Speichergebäude saniert wird. Es wird lediglich öffentliches Geld in ein privates Investitionsobjekt gepumpt.
In vielen Schulen gibt es keinen Schwimmunterricht mehr, weil einfach keine offenen Bäder mehr existieren wo man mit den Schülern hingehen kann.
Der fortschreitende Verlust an Einwohnern ist ein unleugbares Indiz dafür das diese Stadt stirbt.
Trotzdem feiert man sich getrost weiter selbst als Helden der Stadt!
Zukunft statt Kohle (privatisieren) bekommt hier also eine ganz neue Bedeutung - das “fluppt” in Duisburg fürwahr am Besten …
http://www.derwesten.de/nachrichten/staedte/duisburg/2009/6/30/news-124120905/detail.html
Zukunft statt Kohle
Duisburg, 30.06.2009, Stefan Endell
CDU und Grüne wollen in Hochfeld ein altes Kohle-Heizkraftwerk der Stadtwerke durch Wind- und Solarkrafttechnik ersetzen.
Paukenschlag zum Schluss der gemeinsamen Regierungszeit von Schwarz-Grün: Das in die Jahre gekommene Heizkraftwerk II/B der Stadtwerke in Hochfeld soll nach dem Willen von Bündnisgrünen und CDU in drei Jahren nicht wieder durch ein traditionelles Kohlekraftwerk, sondern durch Solar- bzw. Windkraftanlagen ersetzt werden. Schon morgen wollen die beiden Fraktionen mit Unterstützung der Linken in einer Sondersitzung des Umweltausschusses des Rates einen entsprechenden Antrag und damit einen spürbaren Richtungswechsel in der städtischen Energiepolitik vollziehen.
Der Antrag ist Teil eines gemeinsamen „Dualen Klimakonzeptes” von CDU und Grünen, mit dem die Stadt sowohl bei der Erzeugung wie auch der Verwendung von Energie auf mehr regenerative Energie, auf Erhöhung der Effizienz und Verrringerung des CO2-Ausstoßes verpflichtet werden soll.
Teil dieses Rahmenplanes, so erläuterten gestern Grünen-Fraktionssprecher Dieter Kantel und Bürgermeisterin Doris Janicki nicht ohne Stolz vor der Presse, sei es, das ältere der beiden Hochfelder Heizkraftwerke, das im Jahr 2012 wohl sein technisches Ende erreicht haben wird, „in gleicher finanzieller Höhe und elektrischer Leistung durch regenerative Energien” zu ersetzen. Auf Deutsch: Die 400 Mio. Euro, die für das Nachfolge-Modell des alten Kraftwerkes, mit einer Leistung von 140 Megawatt ausgegeben werden müssten, sollten – theoretisch betrachtet – dann für 400 Windkraftanlagen oder für einen Quadrat-Kilometer Solarzellen aufgebracht werden.
In der Praxis, so Kantel, werde es aber ein ganzer Mix aus erneuerbarer Energie sein, wie zum Beispiel Solarkraft, Wind, Biomasse und Wasserkraft; eben weil auf dem Stadtgebiet schwerlich 400 Windkraftanlagen bzw. tatsächlich ein ganzer Quadratkilomter Solarfläche unterzubringen wären.
Kantel und Janicki zeigten sich gestern hell begeistert, dass es ihnen mit der CDU-Fraktion gelungen sei, sich auf dieses ehrgeizige Ziel politisch zu verständigen. Janicki: „Eine echte Sensation, die wir vor fünf Jahren nicht gewagt hätten, in den gemeinsamen Kooperationsvertrag mit der CDU zu schreiben.”
Die Christdemokraten hätten sich diesem Thema aber jetzt keineswegs verschlossen.
Die neue Lösung, so Kantel, hätte zudem den Vorteil, dass sie klimaneutral elektrische Energie und gegebenenfalls auch Wärme erzeuge und eine deutliche Reduzierung der Schadstoffbelastung auch für Duisburg bewirke.
Helmut schoofs, Sprecher der Stadtwerke, erinnerte gestern indessen gegenüber der NRZ noch einmal daran, dass wegen der Sicherstellung der Daseinsvorsorge für Strom und Wärme der Austausch des betagten Hochfelder Kraftwerksblocks schon seit geraumer Zeit am Kraftwerk-Standort in Wanheim in Form eines modernen Gas-Dampf-Kraftwerkes in Planung sei.
http://www.rp-online.de/public/article/duisburg/726527/Lob-von-allen-Seiten.html
Lob von allen Seiten
Duisburg (RP) Das Konjunkturpaket wird in Duisburg schneller umgesetzt als anderswo. In der Stadtentwicklung “fluppt” es derzeit bestens: Duisburgs Außenwahrnehmung wird immer positiver.
Ging es früher in überregionalen Medien um Duisburg, dann meist mit dem Tenor, dass die Stadt dem Untergang geweiht ist. Wer am Samstag in die Frankfurter Allgemeine Zeitung schaute oder tagsdrauf in die Welt am Sonntag, der bekam einen ganz anderen Eindruck vermittelt: In Duisburg läuft es prächtig. Die Bertelsmannstiftung hat dafür den Adressaten ausgemacht. In ihrer Broschüre “Demokratiemacher” schreibt sie Duisburgs Oberbürgermeister Sauerland zu, als die dynamische und sympathische Kraft aufzutreten, die die Stadt aus der Talsohle herausführt.
Dabei gehen diese Medien nicht einmal auf die Vorhaben ein, die noch kommen werden. Zum Beispiel das Landesarchiv:
Um den Umbau des Speichergebäudes an der Ecke Ruhrorter Straße/Schifferstraße ist es ruhig geworden. Scheinbar! Denn noch in diesem Jahr werden die Arbeiten wohl beginnen. Zumindest wird in Kürze die Planung der Promenade an diesem Gebäude ausgeschrieben, die so schön werden soll wie der Speicher selbst. Wenn es hier Zeitverzögerungen gegeben hat, dann, weil nach dem Einsturz des Kölner Stadtarchives besondere Anforderungen an neue Gebäude für die Schätze auf Papier gestellt wurden und, weil es zwischen den beteiligten Landsministerien noch Absprachen notwendig waren.
Ebenfalls nach den Ferien wird es Neuigkeiten vom Gesundheitszentrum an der Steinschen Gasse geben. Auch hier fällt in Kürze der Startschuss, nachdem der Investor wegen der Wirtschaftskrise nicht so schnell loslegen konnte, wie er ursprünglich geplant hatte.



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