Archiv für den Monat: November 2009

Bürgerliches Desinteresse

Hallo,

dies ist ein Phänomen, das überall zu verfolgen ist. Meine Theorie als alter Mann

(52) dazu ist: die die Arbeit haben, werden heutzutage meist so ausgepresst, das sie

keine Kraft mehr, für irgend ein ausserberufliches Engagement haben. Die Anderen

(Rentner, Hartz IV, chron. Kranke) haben den großen Frust, da sie zumeist von

den Medien  für ihre Situation stigmatisiert werden, s. Sarrazin. Und das Gefühl

nichts gegen den Strom erreichen zu können ist (fast) absolut geworden.  In den

70er und 80er  Jahren war es anders. Die „Jugend“ wird heute frühstmöglicht auf „totalen“ Einsatz  in der Arbeitswelt abgerichtet und hat verständlicherweise auch   Angst „Generation Praktikum“ zu werden.  Doch immer wieder regt sich doch was!

 Trotzdem eine „scheiss“ Zeit.

suark

Duisburg – die Hilfsmittelabzocker

Alles läuft genau so wie man es gerne haben möchte:

Die Wirtschaft in den Ruin treiben und alle Gelder in die eigenen Projekte in der Innenstadt pumpen.

Nach aussen jammern und noch zusätzlichliches Geld dafür zur Belohnung bekommen. Alles legal.

Und alles ist natürlich Prima – denn es geht ja schließlich offiziell alles aufwärts!

Keinen interessiert es das immer mehr Menschen abwandern, die sozialen Verhältnisse an einem Abgrund stehen und die Stadt auf lange Sicht keine Zukunft mehr hat. Die letzten Arbeitsplätze gehen verloren und die Miet- sowie Immobilienpreise sind im freien Fall. Bald gibt es in Duisburg nur noch Bruchbuden, weil eine Vermietung nicht mehr rentabel ist und eine Instandhaltung von den Einnahmen nicht mehr bezahlt werden kann. Aber wir haben ja dafür unsere Prachtbauten in der Innenstadt …

http://www.rp-online.de/niederrheinnord/duisburg/nachrichten/duisburg/Duisburg-erhaelt-mehr-Geld-vom-Land_aid_783743.html

Duisburg erhält mehr Geld vom Land

zuletzt aktualisiert: 17.11.2009

Duisburg gehört zu den Kommunen, die aufgrund ihrer im Verhältnis überdurchschnittlich verringerten Finanzkraft mehr Schlüsselzuweisungen als im Vorjahr enthalten. Das teilte das Innenministerium gestern mit. Danach bekommt Duisburg im Jahr 2010 rund 426 Millionen Euro vom Land. Die maßgebliche Steuerkraft der Stadt sank um 77,3 Millionen Euro, das entspricht 19,3 Prozent. Die fiktive Finanzkraft der Stadt Duisburg sinkt um 25,5 Millionen Euro auf insgesamt 721,5 Millionen Euro.

Angst vor Abriß historischer Bausubstanz

Hallo,

bin  alter Duisburger. Seit einiger Zeit fällt mir auf, das das Hotel Grunewald (Düsseldorfer Str.  350) leersteht.  Seit dem 22.09. versuchte ich dann, a) untere Denkmalschutzbehörde, b) direkt an OB Sauerland , etwas zu erfahren. Heute be-kam ich dann die äußerst kühl und abschmetternd gehaltene Antwort des Amts f. Baurecht.Wie ich dachte, steht das Haus (selbstverständlich) nicht unter Denkmalschutz. Auch die Reaktion der Behörden und des OB zeigen mir, dass sich in Duisburg in Sachen Bürger-nähe und Beteiligung gar nichts geändert hat. Äußerst schade. Nun hoffe ich auf Ideen um ein stadtbildprägendes und geschichtsträchtiges Gebäude zu retten. Bin für jeden Rat dankbar.  Friedhelm

Duisburg – Stadt des Bandenkriegs

 Duisburg hat bald nur noch angenehme Seiten für Besucher und vor allem seine Einwohner zu bieten.

Die Toten des Mafia-Kriegs sind noch nicht vergessen, da bricht nun ein Rocker-Krieg über Duisburg herein.

Gott sei Dank spielt sich dies im Rotlicht-Viertel ab, das ist ja schon ausserhalb des geheiligten Innenstadt-Bereichs und tangiert unsere parteiliche High Society somit nur Peripher.

http://www.rp-online.de/public/article/duisburg/776974/Rocker-Krieg-Polizei-richtet-Soko-Rocker-ein.html

Rocker-Krieg: Polizei richtet Soko „Rocker“ ein

VON CHRISTIAN SCHWERDTFEGER – zuletzt aktualisiert: 01.11.2009 – 16:10

NRW (RPO) Der Rocker-Kampf zwischen „Hells Angels“ und „Bandidos“ eskaliert. In Duisburg kam es in der Nacht zu einer Massenprügelei, kurze Zeit später fielen in Solingen Schüsse. Zudem wurde eine Granate geworfen. Die Polizei wurde von der brutalen Prügelei im Duisburger Rotlichtviertel offenbar überrascht. Anfänglich waren nur zwei Streifenwagen vor Ort.

Die Gewalt der Nacht nahm in Duisburg ihren Anfang. Nach Polizeiangaben drangen gegen 21.10 Uhr etwa 50 mit Schlagstöcken bewaffnete Anhänger des Motorradclubs „Hells Angels“ in eine Rockerkneipe im Rotlichtviertel ein und griffen die Besucher an. Dabei ging die Einrichtung zu Bruch. Die Kneipe ist Treffpunkt der „Bandidos“. 

Zuvor hatten sich etwa 30 bis 40 „Bandidos“ von ihrer Kneipe an der Charlottenstraße aus auf den Weg zu einem nur wenige Meter entfernten Bordell an der Julius-Leber-Straße gemacht. Das Laufhaus soll nach Informationen unserer Redaktion von den verfeindeten „Hells Angels“ kontrolliert werden.

„Bandidos“ wollten Bordell stürmen

Offenbar wollten die „Bandidos“ das Laufhaus stürmen. Die „Hells Angels“ wussten jedoch im Vorfeld von den Plänen und warteten bereits auf die „Bandidos“. Auf der Charlottenstraße kam es dann zum Aufeinandertreffen.

Die Polizei in Duisburg war mit zwei Streifenwagen im Zuge des Objektschutzes vor Ort, konnte zunächst aber nichts gegen die vielen Rocker ausrichten und wurden nach eigenen Angaben zu Beginn des Kampfs überrannt. „Wir hatten keine Informationen darüber, dass an dem Abend etwas passiert“, betont Fischer. Deswegen seien auch nur zwei Streifenwagen im Rotlichtviertel gewesen.

Die rund 100 Polizisten, die insgesamt im Einsatz waren, blieben unverletzt. Festnahmen gab es keine. Die „Hells Angels“ konnten in Kleinbussen flüchten. Die Polizei sperrte das Gebiet dann ab. „Es war eine zielgerichtete Aktion. Alles lief binnen einer halben Stunde ab. Deswegen konnten wir niemanden festnehmen“, erklärt Manfred Fischer, Pressesprecher Polizei Duisburg.

Gegenangriff in Solingen – Schüsse auf Kinderzimmer?

Die Reaktion der Rocker ließ offenbar nicht lange auf sich warten: In Solingen warfen Unbekannte am frühen Sonntagmorgen gegen 1.50 Uhr eine Handgranate durch ein Fenster in das Clubhaus „Angel Place“ der „Hells Angels“. Zeitgleich  fielen vor dem Haus Schüsse. Die Handgranate explodierte nicht. Verletzt wurde niemand. Nach Angaben der Polizei hielten sich 20 Personen in dem Gebäude auf.

„Mehrere Kugeln sind in die Hausfassade eingeschlagen. Die Handgranate ist von Experten der Bundespolizei kontrolliert gesprengt worden“, sagt Michael Bartsch, Polizeipressesprecher Solingen, auf Anfrage unserer Redaktion. Zudem sind Kugeln offenbar auch in die Fensterscheibe eines Kinderzimmers eingeschlagen. In dem Gebäude sollen im Obergeschoss auch Familien der „Hells Angels“ wohnen.

Auch wenn noch nicht feststeht, dass es sich bei dem Angreifern um Mitglieder der „Bandidos“ handelt, liegt dieser Schluss nahe. In der Nacht fielen auch Schüsse auf das „Bandidos“-Clubheim in Essen (Stadteil Borbeck).   An der Türscheibe des Clubheims, in dem sich zum Tatzeitpunkt niemand befand, wurden einer Polizeisprecherin zufolge zwei Einschusslöcher entdeckt.

Polizei zog Beamte ab

Bis vor wenigen Tagen hatte die Polizei den Solinger „Hells-Angel-Treff“ noch überwacht, zog dann aber die Beamten wieder ab. Grund: Der mutmaßliche Todesschütze von Duisburg, der Anfang Oktober ein „Bandido“-Mitglied auf offener Straße erschossen hatte, soll den „Hells Angels“ in Solingen angehören. Deswegen wurde dort ein Anschlag befürchtet.

Offenbar rechnete die Polizei aber nicht mehr damit und zog ihre Beamten vor wenigen Tagen von der Überwachung ab. Hinweise auf einen Anschlag hätten nicht vorgelegen. Die Einsatzkräfte vor Ort waren damals auch mit Maschinenpistolen ausgerüstet.

Rockerkrieg entflammt

Nach den Ereignissen der vergangenen Nacht dürfte der Rockerkrieg in NRW nun endgültig entflammt sein. Nachdem Anfang Oktober vor dem Lokal an der Charlottenstraße im Duisburger Rotlichtviertel ein 32-jähriges Mitglied der „Bandidos“ auf offener Straße erschossen wurde, rechnete man damit, dass die „Bandidos“ als erste „zurückschlagen“ werden.

Der mutmaßliche Todesschütze, ein 31-jähriger Kampfsport-Profi, hat sich einen Tag nach dem Anschlag der Polizei gestellt. Er gehört dem Umfeld der „Hells Angels“ an und sitzt noch in Untersuchungshaft. In Rockerkreisen bleibt ein solcher Anschlag selten ungesühnt. Ein solcher Angriff auf den Hauptsitz des Feindes ist als offene Kriegserklärung zu werten.

Soko Rocker“ soll Polizei Münster leiten

Im Rockerkrieg geht es um Geldsummen in Millionenhöhe. Die Banden sollen in vielen Städten Deutschlands Drogengeschäfte, Prostitution und Diskotheken kontrollieren. In Berlin tobt seit geraumer Zeit ein regelrechter Rockerkrieg der auch bereits einige Todesopfer forderte.

Nach den Vorfällen der vergangenen Nacht stellt die Polizei zurzeit eine Sonderkommission zusammen. Die Führung soll  nach Informationen unserer Redaktion die  Polizei in Münster übernehmen. „Wir sammeln gerade alle Fakten und planen jetzt eine gemeinsame Einsatzgruppe“, sagt Nicole Knauer, Polizei Essen. Die Polizei in Münster kennt sich aus im „Rockerkrieg“. Vor Zwei Jahren ist dort ein Mitglied der „Hells Angel“ von den „Bandidos“ münsterländischen Ibbenbüren erschossen worden. Der Prozess fand im Landgericht Münster statt.

Duisburg – Jetzt wird das Tafelsilber verkauft

Wer da wohl alles in welcher Form von profitieren wird?

Von der Bevölkerung auf jeden Fall keiner – das steht schon mal fest!

 

 

http://www.rp-online.de/public/article/duisburg/774958/Bund-verkauft-den-Hafen.html

 

Duisburg

Bund verkauft den Hafen

VON THOMAS REISENER – zuletzt aktualisiert: 27.10.2009 – 07:24

 

Duisburg (RP) Der Bund will seine Anteile an Europas größtem Binnenhafen abgeben. Als Käufer im Gespräch sind neben der Deutschen Bahn und deren Tochter Schenker auch Hochtief und deren Tochter Aurelis.

Als Hartmut Mehdorn im April wegen einer Spitzelaffäre den Chefsessel der Deutschen Bahn abgeben musste, wird in Duisburg jemand die Faust in der Tasche geballt haben: Erich Staake, Chef der Duisburger Hafen AG („Duisport“). Denn nach Informationen unserer Redaktion war der Deal im April schon so gut wie perfekt: Über eine Tochter wollte die Bahn bei Europas größtem Binnenhafen einsteigen und das außergewöhnlich erfolgreiche Geschäft der Duisburger mit frischem Geld auf die Überholspur bringen. Aber dann stürzte zuerst Mehdorn und wenig später die Bundesregierung. Die hatte Mehdorn die Anteile des Bundes am Duisburger Hafen verkaufen wollen. Doppeltes Pech für Staake.

Die gute Nachricht für ihn: Auch die neue Regierung will ihre Anteile verkaufen. Möglichst immer noch an die Deutsche Bahn. „Die Bahn ist auch für die neue Regierung der bevorzugte Käufer“, hieß es gestern in Verhandlungskreisen gegenüber unserer Zeitung. Nicht nur, weil Bahn und Hafen sich im Gütergeschäft gut ergänzten. Ihr Vorteil sei auch, dass sie als Staatsbetrieb nur in abgeschwächter Konkurrenz zu den über 50 privaten Transport- und Logistikfirmen stehe, die sich inzwischen am Duisburger Hafen angesiedelt haben.

Um das Unbehagen der übrigen Hafenkunden zu besänftigen, soll die Bahn zudem nur indirekt einsteigen: Über eine Tochter wie zum Beispiel das Logistik-Unternehmen Schenker, dass eigenen Angaben zufolge derzeit ohnehin eine Verlegung der Unternehmenszentrale von Essen nach Duisburg erwägt. So ist wohl auch das Dementi des Bahnsprechers zu verstehen: „Die Bahn führt aktuell keine Verhandlungen über den Duisburger Hafen“, sagte der zwar gestern. Auf die Nachfrage, ob dies auch für die Töchter der Bahn gelte, sagte er aber: „Ich spreche nur für das Unternehmen Deutsche Bahn, nicht für die Töchter.“

Im Gespräch ist offenbar auch, die Anteile des Bundes an ein Konsortium um die Deutsche Bahn herum zu verkaufen. Co-Bieter könnten zum Beispiel ein Finanzinvestor und ein Infrastrukturbetreiber sein. Der Name Hochtief soll gefallen sein. Der Essener MDax-Konzern betreibt und entwickelt weltweit Flughäfen – ein Geschäft, dass dem Betreiben eines Hafens durchaus ähnelt. Außerdem hat Hochtief 2007 zusammen mit dem Finanzinvestor Redwood der Bahn die Immobilientochter Aurelis abgekauft. Man kennt sich also durchaus gut.

Hauptsache, es geht schnell. Denn die Geschäfte am Duisport laufen so prächtig, dass Staake dringend Geld für weiteres Wachstum braucht. Der Duisport gehört zu je einem Drittel dem Bund, dem Land NRW und der Stadt Duisburg. Drei glückliche, aber leider eben auch recht mittellose Eigentümer.