Archiv für den Monat: April 2010

Armut – Die neue Realität in Duisburg

Die Realität in Duisburg sieht natürlich anders aus als man sie in der Stadtpolitik sehen möchte.
Daher wird diese totgeschwiegen und ignoriert.
Ebenso wie der Haushaltsplan.

Alles ist per Definition Bestens.
Schaut nur her – unsere supertolle Innenstadt!
Wie dort alles dank Subventionen blüht und gedeiht.

Das Duisburg ausserhalb der Innenstadt und des Innenhafens scheint nicht zu existieren.
Genausowenig wie das Wohl der Bürger.
Jeder der anders denkt wird sofort wegen Verleumndung verklagt!

http://www.rp-online.de/niederrheinnord/duisburg/nachrichten/Laester-Skandal-um-SPD-Ratsherr_aid_849540.html

Duisburg

Läster-Skandal um SPD-Ratsherr

VON HILDEGARD CHUDOBBA – zuletzt aktualisiert: 26.04.2010 – 18:18

Duisburg (RP) Gegen den Meidericher SPD-Ratsherrn Bruno Sagurna ermittelt die Staatsanwaltschaft nach einer Anzeige wegen Verleumndung, übler Nachrede und falscher Verdächtigung.

„Malindi“ und „Amboseli“ waren in 2008 und 2009 rege Kommentatoren auf der Internetplattform einer Ruhrgebietszeitung. Sie ließen am Oberbürgermeister, an der Aufsichtsratsvorsitzenden der Duisburger Marketing Gesellschaft und an deren Geschäftsführer kein gutes Haar. Über sie wurde im Netz geschimpft, gelästert, polemisiert. Gerne pflichtete dabei der eine Kommentator dem anderen auch schon mal bei.

Strafanzeige gegen Unbekannt

Die Menge und die Inhalte der Angriffe auf die Gesellschaft durch diese beiden Schreiber hat die DMG im Juli vorigen Jahres veranlasst, Strafanzeige gegen Unbekannt zu erstatten wegen Beleidigung, Verleumndung, übler Nachrede und falscher Verdächtigung. Vor wenigen Wochen hat der Staatsschutz der Polizei bei einer Hausdurchsuchung bei Bruno Sagurna ein Laptop beschlagnahmt und den Meidericher als Beschuldigten vernommen. Der 52-jährige gab laut Protokoll an, dass „Malindi“ und „Amboseli“ Nicknames seien, unter denen er häufiger Artikel kommentiere.

Bruno Sagurna ist Ratsherr der Stadt Duisburg und stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender der DMG. Unter „Malindi“ wurden auf der Internetplattform immer wieder die Qualitäten des DMG-Geschäftsführers Uwe Gerste kommentiert. Er habe „einen Krieg mit allen Mitarbeitern angefangen…“(16. März 2008) . 

 Gerste habe keine Ahnung

„Herr Gerste als Marketingchef hat keine Ahnung von Personalführung, aber nicht nur das, er hat auch kleine Ahnung was Marketing bedeutet…“ (18. April 2008). Am 15. Juni 2008 kommentierte Malindi, dass „der Versager zum DMG Chef“ gemacht worden sei. Am 18. Juni behauptete der Verfasser, in der Marketingesellschaft würden Mitarbeiter bespitzelt, unter Druck gesetzt und gemobbt.“ Es sei jetzt an der Zeit, diesem Possenspiel endlich ein Ende zu bereiten und den „unfähige Geschäftsführer“ abzulösen. Im Juni 2008 schrieb „Amboseli“. „Herr Gerste hat es geschafft das die DMG nur noch als Lachnummer wahrgenommen wird.  „Malindi“ antwortete: „Hallo amboseli du hast recht Gerste ist eine Schande für Duisburg Frau Vogt und Sauerland haben den Versager zum DMG-Chef gemacht sie tragen die Verantwortung.“ Auch in anderen Mail-Kommentaren pflichtete Amboseli dem Schreiber Malindi bei und umgekehrt. Aber es tauchten auch Mails auf, in denen andere Schreibern die Fülle von persönlichen Angriffen, Rechtschreibe- und Grammatikfehlern zu viel war und sie dies auch artikulierten.

http://www.rp-online.de/niederrheinnord/duisburg/nachrichten/Tafel-in-Not_aid_849255.html

Duisburg

Tafel in Not

zuletzt aktualisiert: 26.04.2010 – 08:41

Duisburg (RPO) Bei der Duisburger Tafel ist ein Personalengpass entstanden, der den Verein in seiner Arbeit stark einschränkt. Dabei nimmt die Zahl der Bedürftigen, die von der Tafel Lebensmittel bekommen, ständig zu.

Brückenstraße, 12 Uhr: Vor dem Tafelladen in Hochfeld wird die Schlange immer länger. Junge Mütter mit kleinen Kindern in Buggys stehen hier ebenso wie Rentner mit leeren Taschen. Sie alle hoffen, hier mit kostenlosen Lebensmitteln versorgt zu werden. Günter Spikofski, Geschäftsführer der Tafel, geht von rund 150 Menschen aus, die im Durchschnitt in Hochfeld Nahrungsmittel bekommen. „Wir kümmern uns um mehr als 3000 Bedürftige“, so der Tafel-Chef. Wenn die Entwicklung so rasant weiter ginge, könnten es in zwei Jahren 5000 sein, so Spikofski. Dazu kommt der Mittagstisch im Grunewald, der täglich von 50 bis 60 Bedürftigen genutzt wird.

Arbeiten im Verbund

Das alles funktioniert mit einem nicht zu unterschätzenden Aufwand – finanziell, logistisch und personell gleichermaßen. „Seitdem wir an einem Trägerverbund mit den Tafeln am Niederrhein, in Gelsenkirchen oder Essen mitarbeiten, ist der logistische Aufwand ungleich größer geworden“, so Spikofski. Da werden dann auch mal größere Posten geholt – zum Beispiel Pizzen aus Belgien mit einem Tiefkühlwagen (über eine befreundete Tafel in Aachen) oder Gemüse aus Paderborn. Derart große Touren lohnen nur mit einem 7,5 Tonner, der dann Lebensmittel für mehrere Tafeln gleichzeitig transportiert.

Die Duisburger Tafel hat fünf Fahrzeuge – aber zu wenig Fahrer. „Die Zahl der Mitarbeiter hat sich binnen kurzer Zeit von 15 auf sieben halbiert. Das liegt unter anderem daran, dass nicht alle Stellen der ARGE für Gemeinwohlarbeit besetzt sind“, so der Tafel-Chef. Diese Mitarbeiter, die für zwei Euro in der Stunde wertvolle Arbeit leisten, sind für Spikofski unverzichtbar. Da zugleich weitere ehrenamtliche Helfer ausfielen oder erkrankten, waren plötzlich nicht mehr genug Fahrer vorhanden. „Das ist aber entscheidend. Wenn wir die Lebensmittel nicht täglich frisch abholen können, wird es auch mit der Verteilung im Tafelladen schwierig.“

Zuverlässigkeit ist gefragt

In der Regel sind die Transporter in der Zeit von 8.30 Uhr bis 14 Uhr unterwegs. „Wir brauchen dringend neue Helfer. Die müssen vor allem eins sein: zuverlässig“, so Spikofski. Es sei nicht notwendig, dass die Fahrer jeden Tag Zeit haben. Aber es ist wichtig, dass sie zur Verfügung stehen, wenn sie zuvor zugesagt haben. „Am liebsten sind mir rüstige Frührentner“, sagt der Geschäftsführer.

Bei den Besuchern der Tafel hat er Veränderungen festgestellt: „Es kommen immer häufiger auch junge Leute, so ab Anfang 20. Und es kommen auch nicht mehr nur Hartz IV-Empfänger, sondern immer mehr Menschen, bei denen es trotz Arbeit am Monatsende nicht mehr reicht. Das gilt zum Beispiel für Friseurinnen oder Wachpersonal, die zu Hause noch Familie haben.“