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	<title>Duisburg-Blog</title>
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	<description>Das Weblog von Duisburgern für Duisburger</description>
	<pubDate>Fri, 27 Aug 2010 15:20:30 +0000</pubDate>
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	<language>en</language>
			<item>
		<title>Duisburg - Politiker wollen nicht vom Futtertrog weichen</title>
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		<pubDate>Fri, 27 Aug 2010 15:16:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lungenkrebs</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Politik]]></category>

		<category><![CDATA[Leben und Wohnen]]></category>

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		<description><![CDATA[Wieder einmal spielt die Meinung der B&#252;rger keine Rolex.
Wenn 10.000 B&#252;rger sich schriftlich gegen die Stadtf&#252;hrung aussprechen, sollte dies doch wohl deutlich genug sein!
Kein Verhalten ist den Politikern zu peinlich, sie stehen geschlossen hinter Ihrem Scharfrichter.
Dies zeigt das es hier eindeutig nicht um die Verantwortlichkeit von einzelnen Personen geht!
Um diese Mispoche aus den Amtssitzen zu [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Wieder einmal spielt die Meinung der B&#252;rger keine Rolex.<br />
Wenn 10.000 B&#252;rger sich schriftlich gegen die Stadtf&#252;hrung aussprechen, sollte dies doch wohl deutlich genug sein!<br />
Kein Verhalten ist den Politikern zu peinlich, sie stehen geschlossen hinter Ihrem Scharfrichter.<br />
Dies zeigt das es hier eindeutig nicht um die Verantwortlichkeit von einzelnen Personen geht!<br />
Um diese Mispoche aus den Amtssitzen zu vertreiben, wird man wohl einen Kammerj&#228;ger rufen m&#252;ssen.</strong></p>
<p class="abstand" id="article_content">http://<span class="druckurl">www.rp-online.de/niederrheinnord/duisburg/nachrichten/Einwohnerantrag-abgelehnt_aid_899152.html</span></p>
<h3>Duisburg</h3>
<h2>Einwohnerantrag abgelehnt</h2>
<p class="body"><span class="date" style="white-space: nowrap">zuletzt aktualisiert: 27.08.2010 - 14:48</span></p>
<p class="absatz"> <em>Duisburg (RPO)</em> <strong>Der Einwohnerantrag auf Abwahl von Oberb&#252;rgermeister Adolf Sauerland  ist nicht zul&#228;ssig. Das gab die Stadt Duisburg am Freitag auf einer  Pressekonferenz im Rathaus bekannt. Der Rat wird dennoch in einer  Sondersitzung &#252;ber eine m&#246;gliche Abwahl Sauerlands entscheiden.</strong></p>
<p class="absatz">&#8220;Der Antrag ist laut Gemeindeordnung unzul&#228;ssig&#8221;,  sagt Astrid Jochum, Juristin und Leiterin des Referates f&#252;r  B&#252;rgerengagement der Stadt Duisburg. Die Abwahl des Oberb&#252;rgermeisters  einzuleiten, sei kein zul&#228;ssiger Gegenstand eines Einwohnerantrags,  hei&#223;t es in der Begr&#252;ndung.</p>
<p class="absatz">Mehr als 10.000 Unterschriften hatten Peter He&#223; und  Werner H&#252;sken in den vergangenen Wochen gesammelt. In acht dicken  Aktenordnern &#252;bergaben sie die Listen in der vergangenen Woche  Stadtdirektor Peter Greulich. Neben der Abwahl des Oberb&#252;rgermeisters  forderten sie auch die Abberufung des Sicherheitsdezernenten Wolfgang  Rabe und von Baudezernent J&#252;rgen Dressler, die beide eng mit den  Planungen zur Loveparade betraut waren. Rechtlich kann gegen die  Entscheidung der Stadt geklagt werden. &#8220;Allerdings bringt das nichts,  weil die Gemeindeordnung die Unzul&#228;ssigkeit ganz klar festlegt&#8221;,  erl&#228;utert Astrid Jochum.</p>
<p class="absatz"><strong>38 Ratsmitglieder stellen Antrag auf Abwahl</strong></p>
<p class="absatz">Das Recht auf Einleitung eines Abwahlverfahrens des  Oberb&#252;rgermeisters hat laut NRW-Gemeindeordnung nur der Rat der  Stadt. Demnach muss unter anderem mindestens die H&#228;lfte der  Ratsmitglieder einen Antrag auf Abwahl des Oberb&#252;rgermeisters gestellt  haben. Das ist in Duisburg der Fall. Am Freitag reichten 38  Ratsmitglieder (SPD, FDP; Linke), also mehr als die H&#228;lfte der 75  Ratsmitglieder, einen entsprechenden Antrag auf Einleitung eines  Abwahlverfahrens ein. Dieser wird von der Stadtverwaltung gepr&#252;ft. Zudem  muss zwischen dem Einreichen des Antrags und der Sondersitzung, die  dann &#252;ber die Abwahl zu entscheiden hat,  mindestens zwei Wochen liegen.  Das Abwahlverfahren sei aus Sicht der drei Fraktionen notwendig, da  Sauerland trotz seines Verhaltens vor und nach der Katastrophe auf der  Loveparade bisher noch nicht zur&#252;ckgetreten sei.</p>
<p class="absatz"><strong>Weitere Sondersitzung</strong></p>
<p class="absatz">Die  Antragssteller haben sich den 14. September f&#252;r die Sondersitzung  gew&#252;nscht. Dann bedarf es einer Zwei-Drittel-Mehrheit, um das  Abwahlverfahren einzuleiten. Das gilt aber als wenig wahrscheinlich,  weil die CDU-Fraktion bislang geschlossen hinter ihrem Oberb&#252;rgermeister  steht. Sollte eine Zwei-Drittel-Mehrheit zustande kommen, muss ein  B&#252;rgerentscheid &#252;ber dei Abwahl von Adolf Sauerland entscheiden. Es sei  denn, Sauerland w&#252;rde die Ratsentscheidung &#252;ber seine Abwahl  akzeptieren.</p>
<p class="absatz"><strong>Vergleich im Blog-Streit</strong></p>
<p class="absatz">Unterdessen  bot im Streit um die Ver&#246;ffentlichung von Dokumenten aus den  Genehmigungsunterlagen der Stadt Duisburg zur Loveparade die Kommune dem  Internet-Blog &#8220;xtranews.de&#8221; einen Vergleich an. Man sei bereit, die  einstweilige Verf&#252;gung gegen die Ver&#246;ffentlichung zur&#252;ckzuziehen, wenn  der Internet-Blog zugleich die personenbezogenen Daten der Dokumente  schw&#228;rze. Es sei nie &#8220;darum gegangen, einen Blog mundtot zu machen&#8221;,  sagte Stadtdirektor Peter Greulich. Vielmehr sollten mit der Ma&#223;nahme  die personenbezogenen Daten gesch&#252;tzt werden.</p>
<p class="absatz">&nbsp;</p>
<p class="absatz">&nbsp;</p>
<p class="absatz">http://www.xtranews.de/2010/08/26/stadtverwaltung-duisburg-das-schweigen-der-laemmer/</p>
<p class="absatz"><span class="postDate">Donnerstag, August 26th, 2010</span></p>
<h1 class="singlePageTitle">Stadtverwaltung Duisburg: das Schweigen der L&#228;mmer</h1>
<p class="absatz">Ich muss noch einmal auf Stromberg <a href="http://www.xtranews.de/2010/08/06/dumm-duemmer-duisburg-der-dunning-kruger-effekt">zur&#252;ckkommen</a>. Auf <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Stromberg_%28Fernsehserie%29">Bernd Stromberg</a>.  Sie erinnern sich: Bernd Stromberg ist eine F&#252;hrungskraft. Ja,  Ressortleiter der Abteilung Schadensregulierung M bis Z bei der Capitol  Versicherung. Nicht etwa „ehemaliger“, sondern der Abteilungsleiter. Ja  klar, er hatte mal eine Durststrecke – keine Frage. R&#252;ckschl&#228;ge. Aber da  muss man durch. Und schlussendlich hat er seinen Posten behalten  k&#246;nnen. Seinen Posten als Chef, versteht sich.</p>
<p>„Wenn Du Chef bist“ – mit diesem Konditionalsatz pflegt Stromberg  h&#228;ufig seine Mitteilungen einzuleiten, die aus uns Fernsehzuschauern,  wenn schon nicht potenzielle F&#252;hrungskr&#228;fte machte, so doch ein tieferes  Verst&#228;ndnis f&#252;r deren Spagat zwischen Gestaltungsspielr&#228;umen und  Zw&#228;ngen erm&#246;glichte. Wenn Du Chef bist, so viel steht auf jeden Fall  fest, hast Du es auch nicht leicht. Denn als Mitarbeiter musst Du ja  schon f&#252;r Deinen Laden gerade stehen. Aber als F&#252;hrungskraft … – ich  will mal sagen: kerzengerade. Mindestens.</p>
<p>Das ist, wenn Sie so wollen, Gesetz. Das gilt immer und &#252;berall. Also  nicht nur bei der Capitol Versicherung. Das gilt auch in der  Stadtverwaltung. In jeder Stadtverwaltung, also auch in der Duisburger  Stadtverwaltung. Und Sie wissen ja, oder k&#246;nnen es sich zumindest  vorstellen: das ist da momentan gar nicht so leicht. Das  Kerzengeradestehen. Die <a href="http://www.derwesten.de/staedte/duisburg/Der-lange-Weg-zur-Normalitaet-id3608581.html">NRZ</a> hat inside information:</p>
<p><em>Viele F&#252;hrungskr&#228;fte in der Duisburger Stadtverwaltung „sch&#228;men  sich f&#252;r das Verhalten ihres Oberb&#252;rgermeisters“. So hat ein prominentes  Mitglied der F&#252;hrungsriege der Stadt die aktuelle Stimmung vier Wochen  nach dem Loveparade-Ungl&#252;ck beschrieben.</em></p>
<p>Verstehen Sie? F&#252;hrungskr&#228;fte<em> </em>geh&#246;ren nicht unbedingt zur  F&#252;hrungsriege. W&#228;hrend die ersten so ganz normale Chefs von der Stange  sind, also oft so ziemlich das Letzte, sind die zweiten so ziemlich die  Ersten. Deshalb ist so ein Mitglied der F&#252;hrungsriege auch „prominent“.</p>
<p>Kommen Sie mir jetzt nicht damit, dass, wenn es „ein prominentes  Mitglied der F&#252;hrungsriege“ gibt, es zwingend auch nicht-prominente  Riegenangeh&#246;rige geben m&#252;sse! So Tricks benutzt die NRZ doch extra!  (Super Satz!) – Denn die Anonymit&#228;t des Nestbeschmutzers muss doch  gewahrt bleiben. Stellen Sie sich nur mal vor, was passieren k&#246;nnte,  wenn der Sauerland das rauskriegt!</p>
<p><em>Besonders &#252;bel nehmen viele Rathaus-Besch&#228;ftigte ihrem Chef, dass  er in den Tagen nach der t&#246;dlichen Massenpanik vor die Medien getreten  sei und dort seine pers&#246;nliche Rolle im Zuge der  Love-Parade-Vorbereitungen kleingeredet habe. Das sei ein schwerer  „Schlag ins Gesicht der Mitarbeiter“ gewesen. Diesen Schlag aber habe  der OB als Dienstherr von 6000 Besch&#228;ftigten in der Stadtverwaltung „bis  heute gar nicht realisiert.“</em></p>
<p>Die Chefs meinen also, dass der Chef allen 6000 in ihr Gesicht  geschlagen, dies jedoch nicht realisiert habe. Okay, das habe ich auch  nicht so ganz verstanden. Deshalb lese ich diesen Absatz immer wieder.  Ich komme noch dahinter. Es muss aber ziemlich traurig sein …</p>
<p><em>„Viele Besch&#228;ftigte in den &#196;mtern, die jetzt Sachverhalte  genehmigen oder ablehnen m&#252;ssen, haben gro&#223;e Hemmungen und auch Angst,  wenn sie da jetzt im Namen des Oberb&#252;rgermeisters der Stadt Duisburg  Briefe oder Bescheide unterschreiben sollen.“ </em></p>
<p>Tja, das sind eben &#252;berhaupt keine Chefs. Einfach nur einfache  Besch&#228;ftigte. Klar, da h&#228;tte ich auch gro&#223;e Hemmungen. Und auch Angst.  Und ich, ich w&#252;sste nicht einmal wovor. Die aber schon. Klar, die sind  ja auch bei der Stadt.</p>
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</p>
<p><em>Ihre Sorge: Was wird daraus, wenn es heikel wird? Bleibt es am Ende an mir pers&#246;nlich kleben? </em></p>
<p>Ach so, ja nat&#252;rlich! Na, das kann nat&#252;rlich nicht sein. Erst soll  man unbedingt arbeiten, und dann auch noch daf&#252;r, was man getan hat,  gerade stehen. Wahrscheinlich auch noch kerzengerade. Ich glaube es  wohl!<br />
So etwas macht der Chef aller Chefs nicht, die F&#252;hrungsriege nicht, mein  Chef nicht – aber ich soll es machen. Gerade stehen, damit es an mir  kleben bleibt. Hammer …</p>
<p>Und der Applaus? Wieso gab es Applaus von den Mitarbeitern und wof&#252;r?  „Du lieber Himmel“, so ein Teilnehmer, zwischen h&#246;flichem Klatschen und  frenetischem Applaus l&#228;gen doch Welten und hier sei stets nur h&#246;flich  geklatscht worden</p>
<p>So sieht es aus! Jetzt macht einen die NRZ schon an, nur weil man  klatscht. Nur ein bisschen geklatscht, wohlbemerkt. Wenn man nicht  klatschte, g&#228;be es bestimmt &#196;rger auf der Arbeit. Wie man es macht,  macht man es verkehrt. Dabei: das ist doch wohl normal, dass man  klatscht …</p>
<p><em>– denn da trete immerhin der Chef vor die Mitarbeiter und dann  sei es gar nicht so leicht, einfach im stummen Protest vor ihm zu stehen  oder zu sitzen. Also werde brav geklatscht.</em></p>
<p>Au&#223;erdem geh&#246;rt sich das so. Schlie&#223;lich ist Chef Chef. Normal. Und  es stimmt ja auch: wenn Herr Sauerland reink&#228;me, w&#228;re es auch f&#252;r mich  gar „nicht so leicht, einfach im stummen Protest vor ihm zu stehen oder  zu sitzen“. Und ich bin nicht einmal bei der Stadt. <em>Und </em><em>au&#223;erdem gebe es immer noch den Unterschied zwischen der „privaten“ und der „dienstlichen“ Meinung.</em></p>
<p>Verstehe: dienstlich wird geklatscht. Privat werden Galgen  gezeichnet. Oder anonym auf „der Westen“ abgerockt. Den Lauten machen im  Stillen.</p>
<p><em>Lautstarker Protest formiere sich nicht: „Die Leute wollen hier ja noch weiter arbeiten.“</em></p>
<p>Und das, obwohl das alles so unheimlich grausam ist. Mit einem Schlag  ins Gesicht und allem Drum und Dran. Nun ja, immerhin nicht ganz so  langweilig wie zuhause.</p>
<p>Werner Jurga, 26.08.2010</p>
<p class="absatz">&nbsp;</p>
<p class="absatz">&nbsp;</p>
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		<title>Duisburg - die professionelle Katastrophe</title>
		<link>http://Duisburg-Blog.de/20.08.2010/duisburg-die-professionellste-katastrophe/</link>
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		<pubDate>Fri, 20 Aug 2010 11:22:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lungenkrebs</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Politik]]></category>

		<category><![CDATA[Leben und Wohnen]]></category>

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		<description><![CDATA[Es sind keine weiteren Kommentare notwendig!
Ausser das in allen anderen Angelegenheiten mit genau der gleichen Methode und Sorgfalt vorgegangen wird.
Mittlerweile schreckt man auch nicht mehr zur&#252;ck die Menschen mit rechtlichen Ma&#223;nahmen zum schweigen zu bringen. Dies wird aber scheitern!
http://www.spiegel.de/panorama/justiz/0,1518,710855,00.html
 			09. August 2010, 12:45 Uhr
Love-Parade-Chronologie
Wie Duisburg eine Katastrophe genehmigte
Von J&#246;rg Diehl und Sven R&#246;bel
Am Ende musste es [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Es sind keine weiteren Kommentare notwendig!</strong></p>
<p><strong>Ausser das in allen anderen Angelegenheiten mit genau der gleichen Methode und Sorgfalt vorgegangen wird.</strong><br />
<strong>Mittlerweile schreckt man auch nicht mehr zur&#252;ck die Menschen mit rechtlichen Ma&#223;nahmen zum schweigen zu bringen. Dies wird aber scheitern!</strong></p>
<p><a href="http://www.spiegel.de/panorama/justiz/0,1518,710855,00.html" title="http://www.spiegel.de/panorama/justiz/0,1518,710855,00.html" target="_blank">http://www.spiegel.de/panorama/justiz/0,1518,710855,00.html</a></p>
<h3> 			09. August 2010, 12:45 Uhr</h3>
<h1>Love-Parade-Chronologie</h1>
<h2>Wie Duisburg eine Katastrophe genehmigte</h2>
<p class="spAuthor">Von <a href="mailto:joerg_diehl@spiegel.de">J&#246;rg Diehl</a> und <a href="mailto:sven_roebel@spiegel.de">Sven R&#246;bel</a></p>
<p id="spIntroTeaser">Am Ende musste es schnell gehen und sollte billig  sein: Interne Unterlagen aus der Duisburger Stadtverwaltung zeigen, wie  die Verantwortlichen die Love Parade gegen alle Bedenken und  Widrigkeiten durchboxten. Wo ein politischer Wille war, fand sich auch  ein rechtlicher Weg.</p>
<p>Duisburg - Hinterher wollte er von nichts mehr gewusst haben, f&#252;r  nichts unmittelbar zust&#228;ndig oder gar verantwortlich gewesen sein, es  sollte so aussehen, als g&#228;be es niemanden, der mit der Love Parade  weniger zu schaffen hatte als Adolf Sauerland, Duisburgs  Oberb&#252;rgermeister.</p>
<p>Ihm seien &#8220;keine Warnungen bekannt&#8221; gewesen, beteuerte der CDU-Politiker  nach der Katastrophe, nach dem Tod von 21 Menschen. Von Juristen, die  er hatte beauftragen lassen, lie&#223; er sich sp&#228;ter noch die rechtliche  Absolution erteilen: Es gebe derzeit &#8220;keine Erkenntnisse&#8221; dar&#252;ber, dass  die Mitarbeiter der Stadt ihre gesetzlichen Pflichten verletzt und &#8220;auf  diese Weise zum Ungl&#252;ck beigetragen oder es gar verursacht h&#228;tten&#8221;,  schrieben die Anw&#228;lte im Auftrag der Duisburger Verwaltung.</p>
<p>Doch das erscheint zunehmend zweifelhaft. Interne Unterlagen der  Stadt zeigen, wie nachsichtig die Beamten mit dem Veranstalter waren,  wie sie immer wieder Fristen verl&#228;ngerten und Ausnahmeregelungen fanden.  Schlie&#223;lich genehmigten sie die Party sogar, obwohl zu diesem Zeitpunkt  noch immer nicht alle erforderlichen Dokumente vorlagen.</p>
<p>SPIEGEL ONLINE zeichnet nun auf Grundlage neuer vertraulicher Papiere  aus den Beh&#246;rden nach, wie die Love Parade nach Duisburg kam und vor  welchen Schwierigkeiten die Verantwortlichen zwischenzeitlich standen:  Es ist die Chronologie eines beh&#246;rdlichen Versagens mit furchtbaren  Folgen.</p>
<p>Beginnen muss man mit Adolf Sauerland, dem Oberb&#252;rgermeister, der  hinterher von keinerlei Bedenken gegen die Technofeier mehr gewusst  haben wollte. Dabei h&#228;tte der Politiker seit Wochen gewarnt sein k&#246;nnen.  Die Aufzeichnungen aus seinem Haus belegen, dass Sauerland offenbar  fr&#252;h &#252;ber den geradezu chaotischen Verlauf der Love-Parade-Planung  informiert war.</p>
<ul>
<li>So forderte am <strong>14. Juni</strong> - also einen guten Monat vor der  Party - die Untere Bauaufsicht der Stadt von Lopavent, endlich wichtige  Unterlagen einzureichen. Knapp f&#252;nf Wochen vor der Megafeier, so der  zust&#228;ndige Sachgebietsleiter, habe der Veranstalter noch immer keinen  &#8220;Lageplan&#8221; des Gel&#228;ndes vorgelegt, kein &#8220;zielorientiertes  Brandschutzkonzept&#8221; und keine Endfassung des Sicherheitskonzepts.</li>
</ul>
<p>Der Beamte drohte den Love-Parade-Machern: &#8220;Sollten die fehlenden  Unterlagen&#8221; nicht bis zum 29. Juni &#8220;eingegangen sein, werde ich den  Antrag geb&#252;hrenpflichtig (&#8230;) zur&#252;ckweisen.&#8221; Der Brief ging in Kopie an  die zust&#228;ndigen Verwaltungsabteilungen und auch ganz nach oben, an das  &#8220;B&#252;ro OB z. Kts.&#8221;, also an Oberb&#252;rgermeister Sauerland.</p>
<ul>
<li>Am <strong>18. Juni</strong> machten Mitarbeiter der Duisburger Verwaltung den  Lopavent-Leuten bei einem Besuch au&#223;erdem deutlich, dass es in den  Planungen noch viel zu wenige Fluchtwege gab. Doch da schaltete sich  Rechtsdezernent Wolfgang Rabe ein. In dem Protokoll der Besprechung, das  laut Verteiler ebenfalls dem Oberb&#252;rgermeister (OB) vorgelegt wurde,  hie&#223; es:</li>
</ul>
<p>&#8220;Herr Rabe stellte in diesem Zusammenhang fest, dass der OB die  Veranstaltung w&#252;nsche und dass daher hierf&#252;r eine L&#246;sung gefunden werden  m&#252;sse. Die Anforderung der Bauordnung, dass der Veranstalter ein  taugliches Konzept vorlegen m&#252;sse, lie&#223; er nicht gelten. Er forderte 62  (Amt f&#252;r Baurecht; d. Red.) auf, an dem Rettungswegekonzept konstruktiv  mitzuarbeiten und sich Gedanken dar&#252;ber zu machen, wie die Fluchtwege  dargestellt werden k&#246;nnten.&#8221;</p>
<p>Und weiter: &#8220;Es k&#246;nne nicht sein, dass 62 (Amt f&#252;r Baurecht; d. Red.)  diese Pflicht nur auf die Antragsteller (Lopavent; d. Red.) abw&#228;lzen  w&#252;rde, schlie&#223;lich wolle der OB die Veranstaltung.&#8221;</p>
<ul>
<li>Eine Woche sp&#228;ter, am <strong>25. Juni</strong>, trafen sich Vertreter von  Lopavent mit der Stadt, der Feuerwehr und einer Brandschutzfirma zu  einer Krisensitzung im Duisburger Hoist-Haus. Hier pr&#228;sentierte Lopavent  einen neuen Plan mit &#8220;doppelgenutzten Ausg&#228;ngen&#8221;.</li>
</ul>
<p>Sowohl die Bauaufsicht als auch die Brandschutzexperten warnten,  &#8220;dass dieser L&#246;sungsansatz&#8221; nicht den Vorschriften entspreche. Eine  &#8220;Abweichung vom geltenden Recht&#8221; sei nicht zu rechtfertigen. Die  Love-Parade-Macher sa&#223;en in der Klemme: Das Gel&#228;nde war zu klein f&#252;r die  Besuchermassen, es fehlten Rettungswege und Notausg&#228;nge von  entsprechender Breite. Die Party stand auf der Kippe.</p>
<p>Da kam einem der Brandschutzspezialisten die z&#252;ndende Idee: Eine  &#8220;Entfluchtungsanalyse&#8221; k&#246;nnte die Love Parade retten, das hatte schon  fr&#252;her geklappt.</p>
<p>Der Mann fragte im Bauministerium nach. Ein Beamter best&#228;tigte ihm,  dass eine solche Untersuchung tats&#228;chlich &#8220;die M&#246;glichkeit biete,  Verdichtungen von mehr als zwei Personen je Quadratmeter darzustellen&#8221;.  &#8220;Daraus&#8221;, so hei&#223;t es in einem Vermerk der Duisburger Expertenrunde,  &#8220;kann dann eventuell eine erforderliche Abweichung&#8221; vom Baurecht  &#8220;formuliert werden&#8221;.</p>
<p>Bis zu Love Parade waren es noch 29 Tage.</p>
<p>In rekordverd&#228;chtiger Zeit wurde die rettende &#8220;Entfluchtungsanalyse&#8221;  erstellt, die beweisen sollte, dass das Gel&#228;nde im Notfall schnellstens  ger&#228;umt werden konnte. Wenn gen&#252;gend Notausg&#228;nge vorhanden seien,  kalkulierte man offenbar, k&#246;nnten auch mehr Menschen aufs Gel&#228;nde,  gr&#246;&#223;eres Gedr&#228;nge sei dann nicht so schlimm - die Ausg&#228;nge lie&#223;en sich  ja z&#252;gig &#246;ffnen. Am 20. Juli, vier Tage vor der Love Parade, legte die  beauftragte Firma das gew&#252;nschte Gutachten vor.</p>
<p>Entfluchtung, Verdichtung - alles im Griff.</p>
<p>Auch Panikforscher Michael Schreckenberg war im Einsatz. Vor  Vertretern von Stadt, Polizei und Feuerwehr referierte er &#252;ber die  Zugangswege zur Love Parade. Glaubt man einem &#8220;speziellen Vermerk&#8221; der  Polizei &#252;ber das Treffen, so warnte Schreckenberg zum Beispiel vor dem  Einsatz von festinstallierten Gittern: Diese seien &#8220;zu gef&#228;hrlich und  wenig zielf&#252;hrend&#8221;. Er empfehle, &#8220;keine festen Sperren auf der Strecke  einzusetzen&#8221;.</p>
<p><strong>&#8220;Es k&#246;nnen schlicht nicht so viele Personen nach Duisburg kommen, dass es hier zu absolut gef&#228;hrlichen Zust&#228;nden kommt&#8221;</strong></p>
<p>Im Aktenvermerk der Stadt zum selben Treffen kam die Botschaft des  Wissenschaftlers ganz anders an: &#8220;Herr Prof. Dr. Schreckenberg&#8221;, hei&#223;t  es darin, &#8220;stellte fest, dass er das Gesamtkonzept f&#252;r gut halten  w&#252;rde.&#8221; Besonders habe er die &#8220;ausreichende Beschilderung der Laufwege  durch Fahnen und Banner&#8221; gelobt.</p>
<p>Die Beschilderung erwies sich sp&#228;ter als fatal. Bereits vor der  Katastrophe am 24. Juli irrten Hunderte Raver, die nach Hause wollten,  genervt &#252;ber das Gel&#228;nde. Gegen 16.40 Uhr prallte die herausstr&#246;mende  Masse auf der Hauptrampe auf die hereindr&#228;ngenden Besucher. Die  Tatsache, dass die Rampe zugleich als Ein- und Ausgang f&#252;r Zehntausende  Menschen fungieren sollte, hatte man offenbar nicht als Problem erkannt.</p>
<ul>
<li>Es blieb ohnehin nicht viel Zeit zum Nachdenken: Am <strong>29. Juni</strong>  lief f&#252;r Lopavent die Frist aus, in der sie fehlende Dokumente noch  h&#228;tte einreichen k&#246;nnen. In letzter Sekunde stellten Anw&#228;lte einen  Antrag auf Verl&#228;ngerung. Man bem&#252;he sich, die &#8220;geforderten weiteren  Unterlagen zu erstellen&#8221;. Der Veranstalter habe schlie&#223;lich ein  &#8220;&#252;berragendes Interesse an der schnellstm&#246;glichen Abwicklung der  Angelegenheit&#8221;.</li>
</ul>
<p>Die Bitte des Veranstalters war der Stadt Duisburg Befehl - nur einen  Tag sp&#228;ter, am 30. Juni, wurde den Lopavent-Advokaten &#8220;Ihrem Wunsch  entsprechend&#8221; eine Fristverl&#228;ngerung bis zum <strong>7. Juli</strong> gew&#228;hrt.</p>
<ul>
<li>Am <strong>8. Juli</strong> wiederum &#252;bersandte der Lopavent-Produktionsleiter  dem Ordnungsamt eine &#8220;Besucherprognose&#8221; und verlangte: &#8220;Bitte behandeln  Sie diese Unterlagen streng vertraulich!&#8221; Mit erschreckender Offenheit  gab der Event-Manager darin zu, &#8220;dass die folgenden Angaben keinen Bezug  zur &#8216;offiziellen Besucherzahl&#8217; f&#252;r mediale Zwecke&#8221; h&#228;tten. Selbst bei  der Abschlusskundgebung, so Sasse, sei &#8220;im Saldo nicht mit mehr als  250.000 Personen&#8221; zu rechnen.</li>
</ul>
<p>Das bedeutete wohl: Wir werden zwar allen sagen, es seien mehr als  eine Million Besucher gewesen, aber wir wissen schon vorher, dass das  Quatsch sein wird.</p>
<p>&#8220;In der zur Verf&#252;gung stehenden Zeit&#8221;, schrieb der Lopavent-Mann  noch, &#8220;k&#246;nnen schlicht nicht so viele Personen nach Duisburg kommen,  dass es hier zu absolut gef&#228;hrlichen Zust&#228;nden kommt.&#8221; Jedoch &#8220;k&#246;nnen  sich (&#8230;) selbstverst&#228;ndlich gef&#228;hrliche Situationen immer dann  ergeben, wenn lokale Besucherkonzentrationen auftreten&#8221;.</p>
<p>Alles war m&#246;glich in Duisburg.</p>
<ul>
<li>Nur die notwendigen Unterlagen hatte das Bauamt noch nicht bekommen. Am <strong>14. Juli</strong>,  eine Woche nach Ablauf der verl&#228;ngerten Frist, fehlten weiterhin  wichtige Dokumente. Wieder dr&#228;ngte ein Beamter: Der Lageplan sei nicht  auf dem aktuellen Stand, auch das Brandschutzkonzept liege nicht vor.</li>
</ul>
<p>Der Verteiler des Briefs l&#228;sst darauf schlie&#223;en, dass auch dieses  Schreiben - nur zehn Tage vor der Love Parade erstellt - dem B&#252;ro  Sauerland &#8220;zur Kenntnis&#8221; &#252;bermittelt wurde.</p>
<p><strong>5 Tage bis zur Love Parade - eilig wird ein Brandschutzkonzept gezimmert </strong></p>
<ul>
<li>Auch wenn sie mit Entscheidendem im Verzug waren, erh&#246;hten die  Lopavent-Anw&#228;lte den Druck. Eine Berliner Kanzlei (&#8221;Rechtsberatung nach  Ma&#223;&#8221;) schrieb dem Oberb&#252;rgermeister am <strong>19. Juli</strong>: Die  Genehmigungen sollten nun mit &#8220;sofortiger Vollziehung&#8221; angeordnet  werden, &#8220;um das &#252;berwiegende &#246;ffentliche Interesse&#8221; und nat&#252;rlich auch  das &#8220;schutzw&#252;rdige Interesse der Veranstalterin nicht zu gef&#228;hrden&#8221;.</li>
</ul>
<p>Das Schreiben schloss mit der Warnung vor &#8220;immensen wirtschaftlichen  aber auch ideellen Sch&#228;den, die nicht nur der Veranstalterin, sondern  auch der Metropole Ruhr und der Stadt Duisburg entstehen, wenn die  Veranstaltung (&#8230;) abgesagt werden muss&#8221;.</p>
<p>Der drohende Unterton war kaum zu &#252;berh&#246;ren - noch f&#252;nf Tage bis zur Love Parade.</p>
<p>In gro&#223;er Eile wurde das 53-seitige Brandschutzkonzept  zusammengezimmert: &#8220;Der Unterzeichner wurde am 12. Juli durch den  Bauherrn beauftragt, ein Brandschutzkonzept mit abschlie&#223;ender  Gesamtbeurteilung zu erstellen&#8221;, hei&#223;t es in der Einleitung.</p>
<ul>
<li>Abgegeben wurde das Konvolut bereits nach zehn Tagen, am <strong>22. Juli</strong>, gerade mal zwei Tage vor der Love Parade und - was noch erstaunlicher ist - einen Tag <em>nach</em>  der Genehmigung der Veranstaltung. Im Erlaubnisschlussspurt offenbarten  die Duisburger Beamten geradezu hellseherische F&#228;higkeiten. Leider  verschlossen sie vor den Risiken der Party wohl die Augen.</li>
</ul>
<p>Denn die Trag&#246;die h&#228;tte wom&#246;glich leicht verhindert werden k&#246;nnen.  Mit einem l&#228;ngeren Weg der Paradewagen w&#228;re die verh&#228;ngnisvolle  Pulkbildung an der Rampe wohl vermieden worden. Noch im vorl&#228;ufigen  Ablaufkonzept vom 15. Januar (&#8221;Vertraulich!&#8221;) war eine &#8220;gedachte 8&#8243; als  Truckstrecke erwogen worden, um die Rampe herum. Sp&#228;ter war sogar von  einer noch gr&#246;&#223;eren Runde die Rede, aber in beiden F&#228;llen h&#228;tte der Zug  mit seinen jeweils 40 Tonnen schweren &#8220;Floats&#8221; den Tunnel &#252;berqueren  m&#252;ssen.</p>
<p>Die Sicherung der l&#228;ngeren Strecke war dem Veranstalter wohl zu  teuer, wie Insider dem SPIEGEL sagten. Sie h&#228;tte entsprechende Ma&#223;nahmen  an den &#220;berg&#228;ngen und zus&#228;tzliche Asphaltarbeiten erforderlich gemacht.  Die schlie&#223;lich gew&#228;hlte Runde kam billiger. &#8220;Bei dieser L&#246;sung&#8221;, so  hie&#223; es schon in dem Konzept vom 15. Januar, &#8220;werden viele, schon  vorhandene oder leicht herzustellende Fahrwege genutzt.&#8221;</p>
<p>Der Preis daf&#252;r war eine Katastrophe.</p>
<p><a href="http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,712549,00.html" title="http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,712549,00.html" target="_blank">http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,712549,00.html</a></p>
<h3> 			19. August 2010, 06:25 Uhr</h3>
<h1>Einsatztagebuch zur Love Parade</h1>
<h2>Katastrophe ab 12.52 Uhr</h2>
<p class="spAuthor">Von <a href="mailto:sven_roebel@spiegel.de">Sven R&#246;bel</a> und <a href="mailto:Barbara_Schmid-Schalenbach@spiegel.de">Barbara Schmid</a></p>
<p id="spIntroTeaser">Interne Dokumente des Duisburger Ordnungsamts  zeigen, wie die Love Parade zur Katastrophe wurde: In einem bislang  weitgehend unter Verschluss gehaltenen Einsatztagebuch haben die von der  Stadt eingesetzten Aufpasser die dramatischen Stunden des 24. Juli  minutengenau protokolliert.</p>
<p>Duisburg - Das Dokument des Desasters umfasst 53 Seiten und war - als  vertrauliche Anlage - dem Zwischenbericht zur Love-Parade-Katastrophe  beigef&#252;gt, der Anfang des Monats an den nordrhein-westf&#228;lischen Landtag  ging - und der mittlerweile auch seinen Weg ins Internet fand.  Allerdings hatte der Auszug aus dem internen &#8220;Einsatztagebuch&#8221; der Stadt  Duisburg, der den Mitgliedern des Innenausschusses vorgelegt wurde,  einen Sch&#246;nheitsfehler: Das Protokoll, das die Ereignisse des 24. Juli  minutengenau festh&#228;lt, brach an einer entscheidenden Stelle abrupt ab -  um 12.52 Uhr, noch bevor die Lage in Duisburg eskalierte.</p>
<p>Bis zu diesem Zeitpunkt, so konnten die Parlamentarier lesen, hatte es  scheinbar nur kleinere Probleme gegeben. Um 8.23 Uhr etwa, so ist  vermerkt, waren noch immer keine der vorgeschriebenen Sichtschutzplanen  an den Begrenzungsz&#228;unen des Veranstaltungsgel&#228;ndes angebracht. Um 9.10  Uhr schrieben die Ordnungsh&#252;ter dann, dass die Leitplanke an der  Autobahn 59, die als Fluchtweg fungierte, noch immer nicht abmontiert  sei. Die Verz&#246;gerungen - und dadurch die versp&#228;tete &#214;ffnung des Gel&#228;ndes  - f&#252;hrte zu Frust bei den heranstr&#246;menden Besuchern. Um 11.53 Uhr  forderte die Stadt den Veranstalter Lopavent schlie&#223;lich auf, das  &#8220;Gel&#228;nde zu &#246;ffnen, da es zu Randalen im Stadtgebiet&#8221; komme.</p>
<p>Doch die wirklich dramatischen Ereignisse - nach 12.52 Uhr - sind in  dem Einsatztagebuch erst ab Seite 20 vermerkt. Die Passagen liegen  SPIEGEL ONLINE vor - und wurden den Parlamentariern zun&#228;chst offenbar  vorenthalten. Eine Dokumentation der wichtigsten Punkte:</p>
<p><strong>12.58 Uhr: </strong>Der Duisburger Hauptbahnhof wird immer voller.  Offenbar sollen Teile des Areals mit Z&#228;unen abgesperrt werden. Doch die  damit beauftragte Firma sieht sich dazu nicht in der Lage - es sei &#8220;kein  Material mehr vorhanden&#8221;.</p>
<p><strong>13.04 Uhr: </strong>Auch die Bahnh&#246;fe Essen und Dortmund seien jetzt &#8220;voll ausgelastet&#8221;.</p>
<p><strong>13.59 Uhr: </strong>Love-Parade-Besucher ziehen unkontrolliert durch das  Duisburger Dell-Viertel, es seien bereits Beschwerdeanrufe von Anwohnern  eingegangen.</p>
<p><strong>14.10 Uhr: </strong>Die Feuerwehr beschwert sich, dass einige  Rettungsauffahrten nicht - wie eigentlich vereinbart - von Ordnern des  Veranstalters besetzt sind.</p>
<p><strong>14.14 Uhr: </strong>Die Sanit&#228;tsstation an der Karl-Jarres-Stra&#223;e, Ecke D&#252;sseldorfer Stra&#223;e, werde dicht von Ravern bedr&#228;ngt.</p>
<p><strong>14.19 Uhr: </strong>Duisburgs Oberb&#252;rgermeister Adolf Sauerland trifft im  Hoist-Hochhaus ein, wo sich das Lagezentrum des Veranstalters befindet.  Er ist der Auffassung, dass mobile Teams der Stadtreinigung sich  verst&#228;rkt um die Beseitigung von Glasbruch k&#252;mmern sollten.</p>
<p><strong>14.40 Uhr: </strong>Meldung an die Leitstelle: &#8220;Der Westteil des HBF ist total &#252;berf&#252;llt.&#8221;</p>
<p><strong>14.44 Uhr: </strong>Am Hauptbahnhof ist eine wichtige Lautsprecheranlage  (&#8221;Beschallungsstation 5&#8243;) ausgefallen, &#252;ber die die heranstr&#246;menden  Besucher eigentlich informiert, gesteuert und geleitet werden sollten.  &#8220;Elektriker sind beauftragt&#8221;, hei&#223;t es im Einsatztagebuch, und &#8220;hoffen&#8221;,  das Problem &#8220;in n&#228;chster Zeit beheben zu k&#246;nnen&#8221;.</p>
<p><strong>14.52 Uhr: </strong>Die Lage versch&#228;rft sich. Zurzeit sei &#8220;kein Zulauf zum Veranstaltungsgel&#228;nde m&#246;glich&#8221;.</p>
<p><strong>15.06 Uhr: </strong>Hoher Besuch bei den Love-Parade-Organisatoren: Der &#8220;Innenminister besucht derzeit den Krisenstab&#8221;.</p>
<p><strong>15.11 Uhr: </strong>Ein Posten des Ordnungsamts meldet zur Lage an der  Karl-Jarres-Stra&#223;e, Ecke D&#252;sseldorfer Stra&#223;e: &#8220;Menschenstaus, erh&#246;htes  Aufkommen an Notarztwagen und Polizei im Einsatz.&#8221;</p>
<p><strong>15.27 Uhr: </strong>Die &#8220;Beschallungsstation 5&#8243; am Hauptbahnhof ist noch  immer ausgefallen. Seit 43 Minuten sucht man nach der Ursache daf&#252;r:  Wahrscheinlich sei ein Kompressor defekt.</p>
<p><strong>15.50 Uhr: </strong>Mitteilung des Veranstalters Lopavent an die  Ordnungsbeh&#246;rde: &#8220;Nach wie vor gro&#223;e Probleme am Eingang  Karl-Lehr-Tunnel; es wird &#252;berlegt, den Ausgangsgang auch f&#252;r Eing&#228;nger  zu &#246;ffnen.&#8221;</p>
<p><strong>15.52 Uhr: </strong>Menschen laufen auf die Bahnstrecke. Es werden partielle &#8220;Gleissperrungen&#8221; angeordnet.</p>
<p><strong>16.04 Uhr: </strong>&#8220;Gleisl&#228;ufer&#8221; jetzt auch im Bereich Gro&#223;enbaum. Das &#8220;Notfallkonzept 1&#8243; (Schienenersatzverkehr) tritt in Kraft.</p>
<p><strong>16.14 Uhr: </strong>Das Einsatztagebuch vermerkt &#8220;aktuelle  Verletztenzahlen&#8221;: 302 Personen seien bis jetzt in den Sanit&#228;tsstationen  behandelt, &#8220;weitere 76 Transporte in Krankenh&#228;user&#8221;. Hierbei handelt es  sich aber noch nicht um Panikopfer, sondern offenbar um Personen mit  Kreislaufproblemen, Alkoholisierte oder Menschen mit leichten  Verletzungen.</p>
<p><strong>16.29 Uhr: </strong>Ein dramatischer Eintrag in beh&#246;rdlichem Stakkato:  &#8220;Druck auf Veranstaltungsgel&#228;nde wird zu gro&#223;, Z&#228;une an A59 wurden von  ca. 1000 Menschen niedergerissen. Zugverkehr wurde komplett eingestellt,  nur noch Busverkehr! Druck auf Veranstalter wg. erforderlicher  Durchsagen soll erh&#246;ht werden.&#8221;</p>
<p><strong>16.31 Uhr: </strong>&#8220;Aus dem Tunnel heraus wird das Gel&#228;nde unkontrolliert gest&#252;rmt! Fu&#223;g&#228;nger auf der A59!&#8221;</p>
<p><em>F&#252;r die n&#228;chsten 52 Minuten finden sich nur wenige Eintr&#228;ge im Einsatztagebuch.</em></p>
<p><strong>17.23 Uhr: </strong>Auch an der Nordseite des Gel&#228;ndes, wo sich der  VIP-Eingang befindet, hat sich die Lage offenbar versch&#228;rft. Im  Einsatztagebuch hei&#223;t es: &#8220;VIP-Eingang wird &#252;berrollt, Mercatorkreisel  &#252;berf&#252;llt mit Menschen, (&#8230;) Menschenmassen steigen &#252;ber Autos.&#8221;</p>
<p><strong>17.23 Uhr: </strong>&#8220;Evakuierung der Fl&#228;che &#252;ber A59 l&#228;uft.&#8221;</p>
<p><strong>17.34 Uhr: </strong>Die Ordnungsbeh&#246;rde f&#252;rchtet um das Wohl ihrer in  Duisburg eingesetzten Mitarbeiter: &#8220;Durchsage an Alle: Eigensicherung  steht &#252;ber Allem!&#8221;</p>
<p><strong>17.34 Uhr: </strong>&#8220;2 Tote durch FEL best&#228;tigt.&#8221; (Anm. d. Red.: FEL = Feuerwehreinsatzleitstelle)</p>
<p><strong>17.36 Uhr: </strong>&#8220;Polizei best&#228;tigt nochmals 2 Tote.&#8221;</p>
<p><strong>17.52 Uhr: </strong>&#8220;Bahnverkehr aus D&#252;sseldorf wird eingestellt!&#8221;</p>
<p><strong>18.33 Uhr: </strong>&#8220;Handynetz zusammengebrochen&#8221;</p>
<p><strong>19.45 Uhr:</strong>&#8220;Keiner mehr aufs Gel&#228;nde, nur noch runter.&#8221;</p>
<p>Es folgen zahlreiche Sitzungen des Krisenstabs. W&#228;hrenddessen wird  das Ausma&#223; der Katastrophe immer deutlicher. In Duisburg und Umgebung  k&#252;mmern sich Feuerwehr, &#196;rzte und Rettungsdienste fieberhaft um  Sterbende und Verletzte.</p>
<p><strong>21.52 Uhr: </strong>Meldung an die Ordnungsbeh&#246;rde: &#8220;Klinikum Essen hat  Krankenhausalarm ausgel&#246;st.&#8221; Es kann nun mehr Patienten aufnehmen als  normalerweise m&#246;glich. Das Klinikum hat laut Protokoll entsprechende  Kapazit&#228;ten f&#252;r die Aufnahme.</p>
<p><strong>22.56 Uhr: </strong>Um die Besucherstr&#246;me auf dem Weg zum und vom  Veranstaltungsgel&#228;nde zu besch&#228;ftigen, hat die Stadt in der Duisburger  City mehrere Floats als &#8220;Entlastungsb&#252;hnen&#8221; aufgebaut. Diese werden nun  offenbar von Love-Parade-Besuchern gest&#252;rmt. Im Einsatztagebuch hei&#223;t es  hierzu: &#8220;Musik-Float auf dem Friedrich-Wilhelm-Platz wird aufgegeben.  Nach massiver Bedr&#228;ngnis und ohne (&#8230;) Unterst&#252;tzung der Polizei muss  der Float aufgegeben werden. Polizei hat keine M&#246;glichkeit die  Au&#223;endienstkr&#228;fte zu unterst&#252;tzen.&#8221;</p>
<p><strong>23.08 Uhr: </strong>&#8220;Ordnungskr&#228;fte wollen hinter dem Float die Lage  beruhigen, bis die Polizei eintrifft. Ordnungskr&#228;fte k&#246;nnen die Raver  nicht zur&#252;ckhalten am Neudorfer Markt.&#8221;</p>
<p><strong>23.10 Uhr: </strong>An der &#8220;B&#252;hne Neudorfer Markt wird noch auf Polizeiunterst&#252;tzung gewartet&#8221;.</p>
<p><strong>Sonntag, 25. Juli 2010</strong></p>
<p><strong>00.01 Uhr: </strong>&#8220;Informationen &#252;ber Verstorbene und Verletzte des Ungl&#252;cks im Polizeipr&#228;sidium Zimmer 134.&#8221;</p>
<p><strong>01.29 Uhr: </strong>&#8220;13 Krisensitzung ist beendet. Der Krisenstab l&#246;st sich auf.&#8221;</p>
<p><strong>02.20 Uhr: </strong>&#8220;Die Lage ist beendet.&#8221;</p>
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		<title>Loveparade: Drohen Bloggern, Autoren und Journalisten 250.000-Euro-Strafen ?</title>
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		<pubDate>Thu, 19 Aug 2010 16:14:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andreas-Klamm-Sabaot</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Politik]]></category>

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Loveparade: Drohen Bloggern, Autoren und Journalisten 250.000-Euro-Strafen ?
Ist eine Aufkl&#228;rung der Ursachen der Loveparade-Katastrophen  in Duisburg erw&#252;nscht ? Staatsanwaltschaft ermittelt jetzt  m&#246;glicherweise auch gegen Journalisten, Autoren und Blogger wegen  Berichten zur Loveparade-Katastrophe – Sind es Verletzungen des  Urheberrechtes ? –  Ist die Freiheit der Presse in Deutschland noch in  [...]]]></description>
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<p class="snap_preview"><strong>Loveparade: Drohen Bloggern, Autoren und Journalisten 250.000-Euro-Strafen ?</strong></p>
<p><strong>Ist eine Aufkl&#228;rung der Ursachen der Loveparade-Katastrophen  in Duisburg erw&#252;nscht ? Staatsanwaltschaft ermittelt jetzt  m&#246;glicherweise auch gegen Journalisten, Autoren und Blogger wegen  Berichten zur Loveparade-Katastrophe – Sind es Verletzungen des  Urheberrechtes ? –  Ist die Freiheit der Presse in Deutschland noch in  der Praxis m&#246;glich ? – K&#246;nnen Blogger, Autoren und Journalisten im  Angesicht drohender, extrem hoher Geldstrafen oder ersatzweise  m&#246;glicherweise mehrj&#228;hrige Haftstrafen im Gef&#228;ngnis noch frei berichten ?  </strong></p>
<p>Von Andreas Klamm-Sabaot</p>
<p><strong>Duisburg / Berlin. 19. August 2010. Nur drei Wochen nach der  Loveparade-Katastrophe und einer Massenpanik in Duisburg in deren Folge  21 Menschen get&#246;tet und mehr als 500 Menschen zum Teil schwer verletzt  wurden, demonstriert der CDU-Oberb&#252;rgermeister Adolf Sauerland (55)  jetzt uneingeschr&#228;nkte und nahezu grenzenlose Macht und St&#228;rke. Gegen  Journalisten, Autoren und Blogger, die zu den Ereignissen der Loveparade  berichten, ermitteln jetzt m&#246;glicherweise auch die Staatsanwaltschaft  und ein Landgericht. Den Journalisten, Autoren und Bloggern k&#246;nnten in  Deutschland Geld-Strafen im Rahmen eines verh&#228;ngten Ordnungsgeldes  in  H&#246;he von 250.000 Euro oder mehrj&#228;hrige Haftstrafen in Gef&#228;ngnissen in  Deutschland drohen. Die Ver&#246;ffentlichung von Dokumenten zur Loveparade  wurde jetzt gerichtlich auf Veranlassung der Stadt Duisburg verboten.  Mehreren Medien-Berichten und nach Informationen der Tageszeitung TAZ  und Die Zeit sowie dem Nachrichten-Sender n-tv wurden im Internet unter  anderem von Xtranews am Mittwoch Anh&#228;nge eines von der Stadt in Auftrag  gegebenen Gutachtens ver&#246;ffentlicht. </strong></p>
<p>Das Landgericht K&#246;ln hat die Ver&#246;ffentlichung der Dokumente verboten.  Das regionale Nachrichten-Portal Xstranews teilte mit, dass es um einen  Streitwert in der H&#246;he von 50.000 Euro und um die Verteidigung der  Pressefreiheit in der Sache gehe. Die Stadt Duisburg sieht in der  Ver&#246;ffentlichung der Dokumente m&#246;glicherweise einen Versto&#223; gegen das  Urheberschutzrecht. Blogger, Autoren und Journalisten wurden abgemahnt.  Diesen droht jetzt eine Strafe in Form eines Ordnungsgeldes in H&#246;he von  250.000 Euro ersatzweise eine mehrj&#228;hrige Gef&#228;ngnis-Strafe. Xtranews  habe die Dokumente nach der Abmahnung aus dem Internet genommen. Die  Stadt Duisburg hat zuvor eine einstweilige Verf&#252;gung des Landgerichtes  in K&#246;ln erwirkt um die Verbreitung der Dokumente zu stoppen.</p>
<p>In einer Gegendarstellung der Xtranews-Redaktion, die der Redaktion  der Zeitung der Rheinischen Post gesendet wurde hei&#223;t es unter anderem :  „Die Stadt Duisburg hat zun&#228;chst versucht, eine Einstweilige Verf&#252;gung  in Sachen Datenschutz zu erwirken – mit dem Versuch, diesen unter dem  Presserecht zu  subsumieren. Da dies scheinbar nicht gelungen ist, hat  man in einem zweiten Schritt ein Konstrukt entwickelt, welches einen  Versto&#223; gegen das “Urheberrecht”darstellen sollte.“</p>
<p>Oberb&#252;rgermeister Adolf Sauerland (55, CDU) demonstriert drei Wochen  nach der Katastrophe bei der Loveparade uneingeschr&#228;nkte und grenzenlose  Macht. Mit allen Mitteln und aller H&#228;rte wolle er, so bewerten es  Menschenrechts- und Presse-Beobachter, gegen Autoren, Journalisten und  Blogger vorgehen, die mit der Ver&#246;ffentlichung der Dokumente aus dem  Gutachten &#252;ber die Ereignisse der Loveparade-Katastrophe in Duisburg  berichten und mit diesem au&#223;ergew&#246;hnlichen redaktionellen und  journalistischen Mittel zur Aufkl&#228;rung der Umst&#228;nde beitragen wollten,  die zum Tod von 21 jungen Menschen in Duisburg und mehr als 500 zum Teil  schwer verletzten Menschen am 24. Juli 2010 f&#252;hrten. Drei Wochen nach  dem Tod von 21 jungen Menschen in Duisburg stehen mehrere Autoren,  Blogger und Journalisten m&#246;glicherweise selbst vor dem drohenden  wirtschaftlichen Tod und Aus in Duisburg, das meint genauer der  wirtschaftlichen Existenz-Vernichtung, da in Zeiten der  Weltwirtschafts-Krise, Redaktionen, Journalisten, Autoren, Blogger und  kleine Verlag in der Regel nicht &#252;ber 250.000 Euro in bar in der  Porto-Kasse oder auf Konten verf&#252;gen. „Ist der Tod in Duisburg zuhause  ?“, fragen besorgte Menschen, die die Ereignisse in der Stadt weltweit  beobachten.</p>
<p>Die Autoren der Tageszeitung TAZ.de (www.taz.de ) fragen: „Will  Oberb&#252;rgermeister Adolf Sauerland Aufkl&#228;rung oder nicht?“ Wirklich ernst  nehme nach Spekulationen der TAZ der Oberb&#252;rgermeister von Duisburg die  Aufkl&#228;rung der Loveparade-Katastrophe nicht. Zwar habe die Stadt  Duisburg auch Teile des Gutachtens auf der Web-Seite der Stadt  ver&#246;ffentlicht, doch dort fehlen die Anh&#228;nge zum Gutachten. Bei den  Dokumenten gehe es um 300 Seiten Anhang zu einem Gutachten, um  ausf&#252;hrliche Protokolle von Sitzungen, Planungs-Konzepte und  Hintergr&#252;nde zum Gutachten. Nach Ansicht von Autoren, Bloggern und  Journalisten sehe die Stadt Duisburg und der Oberb&#252;rgermeister in der  Frage der Zust&#228;ndigkeiten „nicht immer gut aus.“</p>
<p>Die Stadt Duisburg begr&#252;ndet das Verbot der Ver&#246;ffentlichung, laut  Medien-Berichten, unter anderem mit folgenden Gr&#252;nden: Die Schriftst&#252;cke  und Anlagen enthalten nicht geschw&#228;rzte, Personen-bezogene Daten. Es  k&#246;nnte um Datenschutz und um Urheberrechtsschutz gehen, vermuten weitere  Journalisten und Medien. Der Betreiber von Xtranews, Thomas  Rodenb&#252;cher, machte sich eine Entscheidung, so weitere Medienberichte,  &#252;ber die Ver&#246;ffentlichung der Dokumente nicht einfach. Man habe eine  Abw&#228;gung zwischen Urheberschutzrecht und &#246;ffentlicher Aufkl&#228;rung treffen  m&#252;sse. Bei dieser Pr&#252;fung seien Autoren, Journalisten und Blogger zur  &#220;berzeugung gelangt, dass die &#214;ffentlichkeit ein Recht darauf habe, die  Dokumente zu sehen.</p>
<p>Weiteren Medien-Berichten zufolge, stammen die brisanten Daten von  einer CD, die aus dem Landtag des Landes Nordrhein-Westfalen zugespielt  worden sein soll. Nach dem Bekanntwerden der Inhalte der Dokumente seien  jede Menge neue Fragen entstanden auch bei einigen Ratsmitglieder in  der Stadt Duisburg, die &#252;ber die Inhalte der Schriftst&#252;cke teilweise  m&#246;glicherweise keine Kenntnisse hatten. Die Dokumente und Anh&#228;nge zum  Gutachten, das von der Stadt Duisburg in Auftrag gegeben wurde, haben  sich inzwischen jedoch weltweit so sehr verbreitet dass eine Umsetzung  des Verbots des Landgerichtes und der Stadt der Ver&#246;ffentlichung  praktisch trotz Androhung hoher Geldstrafen in H&#246;he von 250.000 Euro und  einstweiliger Verf&#252;gung des Landgerichtes nicht mehr praktisch m&#246;glich  war.</p>
<p>Daher wolle die Stadt Duisburg jetzt „nicht mehr juristisch gegen die  Autoren, Journalisten und Blogger vorgehen, die &#252;ber die Ereignisse der  Loveparade in Duisburg auch kritisch berichtet haben.“, schreiben  weitere Zeitungen. Inzwischen seien die Dokumente in vollem Umfang beim  Online-Portal Indymedia zu finden und auch bei Wikileaks werde &#252;ber eine  Ver&#246;ffentlichung der Dokumente diskutiert zum Zwecke der Hilfe f&#252;r  Aufkl&#228;rung. Es sei kaum noch m&#246;glich die Dokumente aus dem Internet  verschwinden zu lassen. Das Nachrichten-Portal „Der Westen“ berichtet  unterdessen: „Die Stadt Duisburg und ihr Oberb&#252;rgermeister Adolf  Sauerland wollen die Ver&#246;ffentlichung von Verwaltungs-Unterlagen zur  Loveparade-Planung im Internet gerichtlich verhindern.“</p>
<p>Der Deutsche Journalisten-Verband (DJV, www.djv.de ) habe sich ebenso  eingeschaltet:  „Statt Informationsblockaden sollte die Stadt  Transparenz herstellen“, erkl&#228;rte DJV-Bundesvorsitzender Michael Konken.  Der Journalisten-Verband ist entt&#228;uscht &#252;ber die „restriktive  Informations-Politik“. Die Stadt solle auf juristische Mittel verzichten  und eine partnerschaftliche Presse- und &#214;ffentlichkeits-Arbeit pflegen.   “Das ist sie den Journalisten, aber auch den B&#252;rgerinnen und B&#252;rgern  schuldig. Die umfassende Information &#252;ber die Duisburger Vorkommnisse  ist eine Kernaufgabe der Medien ” erg&#228;nzte der DJV-Bundesvorsitzende  Michael Konken in einer Erkl&#228;rung auf der Web-Seite des DJV.</p>
<p>Ein Sprecher des internationalen Medien-Projektes f&#252;r Menschenrechte  Liberty and Peace NOW! Human Rights Reporters  (www.libertyandpeacenow.org )  erkl&#228;rte in London „…mit der Androhung  von 250.000 Euro – Strafen, Ordnungs-Geldern oder mehrj&#228;hrigen  Gef&#228;ngnis-Strafen stehen auch Journalisten, Autoren und Blogger sowie  kleine Medien-Unternehmen und Verlage in Deutschland in der t&#246;dlichen  Gefahr der ganz realen wirtschaftlichen Existenz-Vernichtung und das  k&#246;nne dann auch eine t&#246;dliche Gefahr vor allem auch f&#252;r behinderte  Journalisten, Autoren, Blogger, kleine Medien-Unternehmen oder Verlagen  bedeuten.“ Es bleibe zu hoffen, dass die Restriktionen der Meinungs-  Presse- und Informations-Freiheit, die nach europ&#228;ischen, nationalen und  internationalen Gesetzen und Menschenrechten garantiert sind, in  Deutschland nicht weiter ausgef&#252;hrt werden, weil sonst eine freie  Berichterstattung, die dem obersten Gebot der Presse der Verpflichtung  zur Wahrheit und das Recht der &#214;ffentlichkeit auf Information zu  gew&#228;hrleisten, nicht mehr in Deutschland m&#246;glich w&#228;re.</p>
<p><strong>Artikel 5 Grundgesetz, Deutschland</strong></p>
<p>(1) Jeder hat das Recht, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei  zu &#228;u&#223;ern und zu verbreiten und sich aus allgemein zug&#228;nglichen Quellen  ungehindert zu unterrichten. Die Pressefreiheit und die Freiheit der  Berichterstattung durch Rundfunk und Film werden gew&#228;hrleistet. Eine  Zensur findet nicht statt.</p>
<p>(2) Diese Rechte finden ihre Schranken in den Vorschriften der  allgemeinen Gesetze, den gesetzlichen Bestimmungen zum Schutze der  Jugend und in dem Recht der pers&#246;nlichen Ehre.</p>
<p>(3) Kunst und Wissenschaft, Forschung und Lehre sind frei. Die Freiheit der Lehre entbindet nicht von der Treue zur Verfassung.</p>
<p><strong>AUSZUG aus dem Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland </strong></p>
<p><strong>Auszug aus der Allgemeinen Erkl&#228;rung der Menschenrechte, proklamiert von den Vereinten Nationen im Jahr 1948: </strong></p>
<p><strong>Artikel 19</strong></p>
<p>Jeder hat das Recht auf Meinungsfreiheit und freie Meinungs&#228;u&#223;erung;  dieses Recht schlie&#223;t die Freiheit ein, Meinungen ungehindert anzuh&#228;ngen  sowie &#252;ber Medien jeder Art und ohne R&#252;cksicht auf Grenzen  Informationen und Gedankengut zu suchen, zu empfangen und zu verbreiten</p>
<p><strong>Artikel 18</strong></p>
<p>Jeder hat das Recht auf Gedanken-, Gewissens- und Religionsfreiheit;  dieses Recht schlie&#223;t die Freiheit ein, seine Religion oder &#220;berzeugung  zu wechseln, sowie die Freiheit, seine Religion oder Weltanschauung  allein oder in Gemeinschaft mit anderen, &#246;ffentlich oder privat durch  Lehre, Aus&#252;bung, Gottesdienst und Kulthandlungen zu bekennen.</p>
]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Planung und Realit&#228;t in Duisburg</title>
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		<pubDate>Thu, 19 Aug 2010 12:32:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lungenkrebs</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Politik]]></category>

		<category><![CDATA[Leben und Wohnen]]></category>

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		<description><![CDATA[Dem ist nichts mehr hinzuzuf&#252;gen.
http://info.kopp-verlag.de/hintergruende/deutschland/udo-schulze/loveparade-geplant-war-alles-ganz-anders.html
                     18.08.2010

Loveparade: Geplant war alles ganz anders
Udo Schulze

&#160;
Herr P. und Frau F. von der Stadt  Duisburg haben seit dem 24. Juli 2010 ein Problem. Was sie qu&#228;lt, ist  die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Dem ist nichts mehr hinzuzuf&#252;gen.</strong></p>
<p><a href="http://info.kopp-verlag.de/hintergruende/deutschland/udo-schulze/loveparade-geplant-war-alles-ganz-anders.html" title="http://info.kopp-verlag.de/hintergruende/deutschland/udo-schulze/loveparade-geplant-war-alles-ganz-anders.html" target="_blank">http://info.kopp-verlag.de/hintergruende/deutschland/udo-schulze/loveparade-geplant-war-alles-ganz-anders.html</a></p>
<p class="floatLeft">                     18.08.2010</p>
<p class="floatLeft">
<h1>Loveparade: Geplant war alles ganz anders</h1>
<h2>Udo Schulze</h2>
</p>
<p class="introTeaser">&nbsp;</p>
<p><strong>Herr P. und Frau F. von der Stadt  Duisburg haben seit dem 24. Juli 2010 ein Problem. Was sie qu&#228;lt, ist  die Tatsache ihrer Mitgliedschaft in einer besonderen Arbeitsgruppe zur  Vorbereitung der <em>Loveparade</em>. »Arbeitsgruppe 4« nannte sich das Gremium und war f&#252;r die Sicherheit der Veranstaltung zust&#228;ndig.</strong></p>
<p style="padding: 1px; width: 575px">Die Aufgaben waren klar umrissen: Betreuung von An- und Abreisenden,  Rettungs- und Sanit&#228;tskonzept, Kontakte mit Krankenh&#228;usern, die  Absicherung von Geb&#228;uden und Gr&#252;nfl&#228;chen, z. B. Kantpark, die Ermittlung  der Besucherzahl und die  Sicherheit auf dem Gel&#228;nde. Doch standen Frau  F. und Herr P. damit nicht allein, sondern befanden sich in  Gesellschaft von Polizei, Feuerwehr, <em>Lopavent GmbH</em>, Jugendamt, Ordnungsamt, <em>Call Duisburg</em> und diverser Hilfsdienste. Nach <em>KOPP online</em>  vorliegenden Informationen nahm Frau F. bereits Anfang M&#228;rz 2010 an  einem Gespr&#228;ch mit mehreren Beteiligten, u. a. Vertreter des  Veranstalters, teil. Damals klang das Sicherheitskonzept noch v&#246;llig  anders, als es am 24. Juli dann tats&#228;chlich aussah. Demnach war  vorgesehen, eine gro&#223;z&#252;gige Fl&#228;che n&#246;rdlich des Veranstaltungsortes  freizuhalten, um im Notfall das Publikum &#252;ber die A 59 abziehen lassen  zu k&#246;nnen. Tats&#228;chlich konnte am 24. Juli niemand &#252;ber dieses Gel&#228;nde  fl&#252;chten. Seitens der Stadtverwaltung sei bei dem Gespr&#228;ch darauf  hingewiesen worden, »dass die zuletzt bekannt gewordene Fl&#228;che« ,auf der  die Parade stattfand, »zu klein f&#252;r die gesch&#228;tzte Zahl der Besucher  sei.« Doch am Tag der Todesparade war sie pl&#246;tzlich nicht mehr zu klein.Vorgesehen war auch eine »&#220;berlauffl&#228;che«  f&#252;r etwa 30.000 Personen,  die die Parade dann auf einer Video-Leinwand h&#228;tten verfolgen k&#246;nnen. Wo  war diese Fl&#228;che am Veranstaltungstag, wo die Video-Wand? Auch den  Duisburger Todes-Tunnel hatten die Teilnehmer der Besprechung in ihre  &#220;berlegungen mit einbezogen und sich daf&#252;r ausgesprochen, dass er an den  Absperrungen jeweils nur in eine Richtung begehbar sein sollte. Zudem  sollte eine fl&#228;chendeckende Kamera&#252;berwachung f&#252;r Sicherheit sorgen.  Weder davon noch von der einseitigen Begehbarkeit des Tunnels war am 24.  Juli etwas &#252;brig geblieben. Im Rathaus war man sich einig: »Der  Besucherzu- und abstrom soll auf jeden Fall durch  den Karl-Lehr-Tunnel gelenkt werden. Es kann allenfalls zu  kurzfristigen Zugangssperren kommen, um eine Bewegungsdynamik zu  erreichen. Nachstr&#246;mende Besucher w&#252;rden dann wie geschildert ggf. auf  die Auslauffl&#228;che im S&#252;den umgeleitet.« Die Realit&#228;t hingegen sah v&#246;llig  anders aus.</p>
<p>Zudem hatte die Runde an diesem Tag noch ein besonderes Thema auf der  Tagesordnung: Teile des Veranstaltungsgel&#228;ndes und Nebenfl&#228;chen waren  offensichtlich mit Schlagl&#246;chern und anderen Unebenheiten &#252;bers&#228;t, die  geebnet werden sollten. Und zwar mit Schotter vom G&#252;terbahnhofgrundst&#252;ck  selbst. Der Schotter sollte zerkleinert und die L&#246;cher damit gef&#252;llt  werden.  »Da Teile des Gel&#228;ndes kontaminiert sind <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Polycyclische_aromatische_Kohlenwasserstoffe" target="_blank">(PAK) </a>soll  diese Ma&#223;nahme durch das Umweltamt begleitet werden. Eine Umschichtung  soll selbstverst&#228;ndlich nicht zu einer Vermischung von belastetem mit  unbelastetem Material f&#252;hren.« Selbstverst&#228;ndlich nicht. Bei PAK handelt  es sich um einen krebserregenden Stoff, der auch durch Staub  freigesetzt wird. Am 24. Juli war es hei&#223;, trocken und staubig in  Duisburg – am Nachmittag auch noch blutig.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Duisburg - ein guter Ort zum sterben</title>
		<link>http://Duisburg-Blog.de/16.08.2010/duisburg-ein-guter-ort-zum-sterben/</link>
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		<pubDate>Mon, 16 Aug 2010 14:45:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lungenkrebs</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Allgemeines und Sonstiges]]></category>

		<category><![CDATA[Politik]]></category>

		<category><![CDATA[Leben und Wohnen]]></category>

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		<description><![CDATA[Heute lese ich auch noch diesen Artikel - eine Warnung der Bev&#246;lkerung hat es wie immer selbstverst&#228;ndlich nicht gegeben!
Es gibt nie eine Warnung - genausowenig wie es nie eine Gef&#228;hrdung von Menschen in Duisburg gibt.
Und weil in Duisburg alles so super ist, ziehen die Menschen seit 1992 auch kontinuierlich von dort weg.
http://duisburg-blog.de/2009/01/
Auch im Jahre 2009 [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Heute lese ich auch noch diesen Artikel - eine Warnung der Bev&#246;lkerung hat es wie immer selbstverst&#228;ndlich nicht gegeben!</strong><br />
<strong>Es gibt nie eine Warnung - genausowenig wie es nie eine Gef&#228;hrdung von Menschen in Duisburg gibt.</strong></p>
<p><strong>Und weil in Duisburg alles so super ist, ziehen die Menschen seit 1992 auch kontinuierlich von dort weg.<br />
<a href="http://duisburg-blog.de/2009/01/" title="http://duisburg-blog.de/2009/01/" target="_blank">http://duisburg-blog.de/2009/01/</a><br />
Auch im Jahre 2009 hat die Einwohnerzahl nach offiziellen Zahlen um 939 Einwohner abgenommen.<br />
Wer weiss wie viele von diesen auf nicht ganz nat&#252;rliche Weise gegangen sind &#8230;</strong></p>
<p><a href="http://www.rp-online.de/niederrheinnord/duisburg/nachrichten/Chemieunfall-in-Rheinhausen_aid_894489.html" title="http://www.rp-online.de/niederrheinnord/duisburg/nachrichten/Chemieunfall-in-Rheinhausen_aid_894489.html" target="_blank">http://www.rp-online.de/niederrheinnord/duisburg/nachrichten/Chemieunfall-in-Rheinhausen_aid_894489.html</a></p>
<p id="subheader">Duisburg</p>
<h1 id="headline">Chemieunfall in Rheinhausen</h1>
<p><span class="author" style="white-space: nowrap"> zuletzt aktualisiert: 16.08.2010 - 13:08 </span></p>
<p class="absatz"> <em>Duisburg (RPO)</em> <strong>In der N&#228;he der Atroper  Stra&#223;e im Duisburger Stadtteil Rheinhausen ist aus einem  Eisenbahn-Waggon Ethylenoxid ausgetreten. Die Feuerwehr ist gegenw&#228;rtig  vor Ort.</strong></p>
<p class="left" style="margin: 0pt 0pt 12px 70px">
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</p>
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<p class="absatz">Ethylenoxid  ist ein hochentz&#252;ndliches, giftiges Gas, das mit Luft ein explosives  Gemisch bilden kann. Es besitzt einen s&#252;&#223;lichen Geruch und ist f&#252;r die  Haut und beim Einatmen f&#252;r die Atemwege reizend. Wie es zu dem Unfall  kommen konnte, ist noch unklar. Ob Gefahr f&#252;r die Anwohner besteht,  steht zurzeit noch nicht fest.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Duisburg - Keine Reue, keine Schuld, keine Ver&#228;nderung!</title>
		<link>http://Duisburg-Blog.de/16.08.2010/duisburg-keine-reue-keine-schuld-keine-veraenderung/</link>
		<comments>http://Duisburg-Blog.de/16.08.2010/duisburg-keine-reue-keine-schuld-keine-veraenderung/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 16 Aug 2010 09:55:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lungenkrebs</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Politik]]></category>

		<category><![CDATA[Leben und Wohnen]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://Duisburg-Blog.de/16.08.2010/duisburg-keine-reue-keine-schuld-keine-veraenderung/</guid>
		<description><![CDATA[Man hat per Definition alles richtig gemacht.
Und um sicherzustellen das einem keiner rechtlich ans Bein pinkeln kann beauftragen wir ein paar Anw&#228;lte.
An sonsten gehen wir doch (endlich) einfach wieder zur Tagesordnung &#252;ber.
Da f&#228;llt einem echt nichts mehr ein was man dazu noch sagen kann &#8230;
http://www.rp-online.de/niederrheinnord/duisburg/loveparade/Mit-so-viel-Hass-habe-ich-nicht-gerechnet_aid_894372.html

Interview mit Duisburgs OB Adolf Sauerland
&#8220;Mit so viel Hass habe ich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Man hat per Definition alles richtig gemacht.<br />
Und um sicherzustellen das einem keiner rechtlich ans Bein pinkeln kann beauftragen wir ein paar Anw&#228;lte.<br />
An sonsten gehen wir doch (endlich) einfach wieder zur Tagesordnung &#252;ber.</p>
<p>Da f&#228;llt einem echt nichts mehr ein was man dazu noch sagen kann &#8230;</strong></p>
<p><a href="http://www.rp-online.de/niederrheinnord/duisburg/loveparade/Mit-so-viel-Hass-habe-ich-nicht-gerechnet_aid_894372.html" title="http://www.rp-online.de/niederrheinnord/duisburg/loveparade/Mit-so-viel-Hass-habe-ich-nicht-gerechnet_aid_894372.html" target="_blank">http://www.rp-online.de/niederrheinnord/duisburg/loveparade/Mit-so-viel-Hass-habe-ich-nicht-gerechnet_aid_894372.html</a></p>
<p class="abstand" id="article_content">
<h3>Interview mit Duisburgs OB Adolf Sauerland</h3>
<h2>&#8220;Mit so viel Hass habe ich nicht gerechnet&#8221;</h2>
<p><span class="author">HILDEGARD CHUDOBBA F&#220;HRTE DAS INTERVIEW - </span> <span class="date" style="white-space: nowrap">zuletzt aktualisiert: 16.08.2010 - 08:58</span>
</p>
<p class="clear-left">&nbsp;</p>
<p class="body">
<p class="absatz"> <em> (RP)</em> <strong>Duisburgs Oberb&#252;rgermeister Adolf Sauerland r&#228;umt falsche Zahlen und  Fehler in der Kommunikation nach der Katastrophe ein. Pers&#246;nliche  Konsequenzen will er nach Abschluss der Untersuchungen ziehen. Er glaubt  nicht, dass die t&#246;dlichen Fehler im Rathaus gemacht wurden, und h&#228;lt  einen Untersuchungsausschuss im Landtag f&#252;r m&#246;glich.</strong></p>
<p class="absatz">Drei Wochen nach der Loveparade Katastrophe in  Duisburg, bei der 21 Besucher ums Leben kamen, gab Duisburgs  Oberb&#252;rgermeister Adolf Sauerland nach l&#228;ngerer Zeit unserer Redaktion  ein ausf&#252;hrliches Interview.</p>
<p class="absatz"><em>K&#246;nnen Sie Ihr Rathaus wieder durch den Haupteingang betreten oder wie geschehen nur durch einen Hintereingang?</em></p>
<p class="absatz"><strong>Sauerland</strong> Ja nat&#252;rlich, warum auch  nicht. Ich bin nur so lange durch den Hintereingang ins Haus gekommen,  wie Scharen von Medienvertretern versuchten, mich ungefragt vor ihre  Kameras und Mikrofone zu holen. Wer normal seiner Arbeit nachgeht, der  ist auf eine solche Katastrophe nicht vorbereitet. Und ich w&#252;nsche  wirklich allen, dass sie so etwas nie im Leben mitmachen m&#252;ssen. Man  steht pl&#246;tzlich vor einem Berg, &#252;ber den kein Weg f&#252;hrt, erst recht kein  goldener Weg.</p>
<p class="absatz"><em>War es richtig, nicht an der Trauerfeier teilzunehmen?</em></p>
<p class="absatz"><strong>Sauerland</strong> Es ist egal, was man in so  einer Situation tut oder auch unterl&#228;sst. Es gibt immer eine Seite, von  der man angegriffen wird. Dass ich der Trauerfeier ferngeblieben bin,  ist ein Beispiel daf&#252;r. Ich bin davon &#252;berzeugt gewesen, mich richtig  entschieden zu haben, weil meine Anwesenheit f&#252;r die Angeh&#246;rigen der  Opfer eine zus&#228;tzliche Belastung gewesen w&#228;re und f&#252;r &#246;ffentliche Unruhe  gesorgt h&#228;tte. Dass mir sp&#228;ter vorgehalten wurde, ich h&#228;tte mich feige  verstecken wollen, das habe ich nicht nachvollziehen k&#246;nnen und das hat  mich getroffen.</p>
<p class="absatz"><em>Mussten Sie damit nicht rechnen?</em></p>
<p class="absatz"><strong>Sauerland</strong>  Ich habe nicht damit gerechnet, dass mir so viel Hass und Wut  entgegenschlagen, wie es bei einer Demonstration vor dem Rathaus wenige  Tage nach dem Ungl&#252;ck der Fall war. Dass dort ein Galgen aufgebaut  wurde, an dem mein Foto hing, das hat mich ersch&#252;ttert. Ich war bislang  davon ausgegangen, dass wir das Mittelalter lange hinter uns haben.</p>
<p class="absatz"><em>Wie begegnen Ihnen Ihre Mitarbeiter, die zum  Beispiel &#252;ber ihre Gewerkschaft Verdi deutlich gemacht haben, dass sie  sich von Ihnen in Misskredit gebracht f&#252;hlen, und die Ihren R&#252;cktritt  forderten?</em></p>
<p class="absatz"><strong>Sauerland</strong> Es mag sein, dass Teile der  Belegschaft auf mich schlecht zu sprechen waren oder vielleicht auch  noch immer sind. Aber wir alle standen tagelang unter dem Eindruck eines  furchtbaren Ungl&#252;cks. Ich habe in dieser Zeit nicht immer so reagiert,  wie es vielleicht rein rational angebracht gewesen w&#228;re.</p>
<p class="absatz"><em>Zum Beispiel?</em></p>
<p class="absatz"><strong>Sauerland</strong>  Ich habe am Tag nach der Katastrophe bei einer Pressekonferenz am  Sonntagmorgen nicht so professionell auftreten k&#246;nnen, wie es vielleicht  der eine oder andere Mitarbeiter erwartet h&#228;tte. Ich hatte zudem zu  diesem Zeitpunkt auch noch nicht die Informationen, die mir sp&#228;ter  vorlagen. Es tut mir unendlich leid, wenn ich da Dinge gesagt habe, die  sich im Nachhinein als falsch herausgestellt haben. Ich habe allerdings  auch den Eindruck, dass wir alle in der Stadtverwaltung zu einer  sachorientierten Arbeit zur&#252;ckgefunden haben, auch wenn wir nach wie vor  sehr traurig dar&#252;ber sind, was hier passiert ist.</p>
<p class="absatz"><em>Gehen Mitarbeiter also doch auf Distanz zu Ihnen?</em></p>
<p class="absatz"><strong>Sauerland</strong> Dass sich die Mitarbeiter  von mir abwenden, das kann ich beim besten Willen nicht sagen. Im  Gegenteil: Ich bekomme von der Belegschaft viel R&#252;ckhalt zu sp&#252;ren. Sie  macht mir Mut und unterst&#252;tzt mich dabei sehr, zur Aufkl&#228;rung der  Hintergr&#252;nde beizutragen. Kritiker in unseren Reihen hat es immer  gegeben, und das wird sich auch nie &#228;ndern. Und bevor Sie danach fragen:  Nach Abschluss der Untersuchungen werde ich Konsequenzen ziehen. Welche  das dann sein werde, das mache ich von dem Ergebnis der Ermittlungen  abh&#228;ngig.</p>
<p class="absatz"><em>Sie haben dennoch eine Anwaltskanzlei  eingeschaltet. Mit welchem Auftrag? Und warum wurde Ihnen ein  Medienberater an die Seite gestellt?</em></p>
<p class="absatz"><strong>Sauerland</strong> Wir wollten so schnell wie  m&#246;glich unsere geleistete Arbeit extern &#252;berpr&#252;fen und bewerten lassen,  unter anderem f&#252;r die Sitzung des Innenausschusses. Denn es ist ja kein  Argument, dass wir &#252;berzeugt sind, alles korrekt gemacht zu haben.  Andere m&#252;ssen es auch sein. Ich rechne damit, dass Anfang kommenden  Monats der Abschlussbericht vorliegt. Wir haben der Kanzlei 35  Aktenordner &#252;berlassen. Sie arbeitet derzeit ein dickes Auftragspaket  ab. Zu ihrem Team geh&#246;rt auch der Medienberater, der dabei hilft, die  Inhalte &#246;ffentlich dazustellen.</p>
<p class="absatz"><em>Er ist also nicht beauftragt worden, um f&#252;r die Stadt Duisburg oder Sie ein positives Image zu entwickeln?</em></p>
<p class="absatz"><strong>Sauerland</strong> Nein. Sicherlich werden  wir, die Stadt Duisburg und ich pers&#246;nlich, noch sehr, sehr lange mit  diesem Ungl&#252;ck in Verbindung gebracht. Aber Duisburg hat in den  vergangenen Jahren viele positive Schlagzeilen gemacht. Die Stadt hat  sich zu ihrem Vorteil entwickelt und muss auf diesem Weg weitergehen.  Ich habe vor wenigen Tagen mit einem Investor verhandelt, der nat&#252;rlich  &#252;ber die Katastrophe informiert war. Er wird trotzdem kommen. Bei  wirtschaftlichen Entscheidungen spielen Faktoren wie Ansiedlungsfl&#228;che,  Anbindung und Arbeitskr&#228;fte eine wesentlichere Rolle, als dass auf uns  ein dunkler Schatten gefallen ist.</p>
<p class="absatz"><em>Es wird behauptet, Sie h&#228;tten bei der Angabe der erwarteten Besucherzahlen bei der Loveparade gelogen.</em></p>
<p class="absatz"><strong>Sauerland</strong> Unsere Aufgabe war es, die  Voraussetzungen zu schaffen, dass die Loveparade hier stattfinden kann.  Wir haben das auf der Grundlage von Besucherzahlen getan, die  realistisch waren. Der Veranstalter hat uns gebeten, keine anderen  Besucherzahlen nach au&#223;en zu tragen als er selbst. Es ist nicht Aufgabe  einer Stadtverwaltung, einen Veranstalter diesbez&#252;glich in die Pflicht  zu nehmen. Das ist bei der Loveparade in Dortmund nicht geschehen und  auch nicht bei der in Essen.</p>
<p class="absatz"><em>Es hei&#223;t, Sie h&#228;tten die Loveparade um jeden Preis in der Stadt haben wollen. Stimmt das?</em></p>
<p class="absatz"><strong>Sauerland</strong> Um jeden Preis auf gar  keinen Fall. Bei unserer Arbeit stand die Sicherheit der Besucher immer  im Vordergrund. Um diese Sicherheit zu gew&#228;hrleisten, haben wir  gearbeitet. Und wir haben externe Sachverst&#228;ndige mit der Beurteilung  unserer Arbeit betraut. Erst als alle Bedenken ausger&#228;umt waren, haben  auch wir das O.K. gegeben. Wie bei solchen Veranstaltungen &#252;blich, haben  wir bis kurz vor Beginn der Loveparade noch kontrolliert, dass sich der  Veranstalter an unsere Auflagen h&#228;lt. Im &#220;brigen haben alle die  Loveparade in der Stadt haben wollen: der Oberb&#252;rgermeister, der Rat der  Stadt Duisburg, die Landesregierung, der Regionalverband Ruhrgebiet,  das Kulturhauptstadt B&#252;ro und nat&#252;rlich auch Lopavent.</p>
<p class="absatz"><em>Wenn Sie &#252;berzeugt sind, dass die Stadtverwaltung  keine Fehler gemacht hat, wer ist denn dann f&#252;r die Katastrophe  verantwortlich oder tr&#228;gt die Schuld f&#252;r 21 Tote?</em></p>
<p class="absatz"><strong>Sauerland</strong> Es ist Aufgabe der  Staatsanwaltschaft und vielleicht auch eines Untersuchungsausschusses im  Landtag das herauszufinden. Ich beteilige mich bestimmt nicht an  irgendwelchen Schuldzuweisungen. Ich bin wirklich nur daran  interessiert, die Fakten zu kennen, die zu der Katastrophe gef&#252;hrt  haben.</p>
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		<title>Duisburg - Die Vertuschung l&#228;uft auf Hochtouren</title>
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		<pubDate>Wed, 11 Aug 2010 16:00:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lungenkrebs</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Politik]]></category>

		<category><![CDATA[Leben und Wohnen]]></category>

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		<description><![CDATA[Ein sch&#246;ner Artikel der aufzeigt wie alle unter einer Decke stecken.
Es sind vor allem Verbindungen zur SPD zu sehen - und nicht zur CDU wie man erwarten w&#252;rde:
Der zur Loveparade-Trag&#246;die verantwortliche oberste Dienstherr der  Duisburger Polizei, Leitender Regierungsdirektor Detlef von Schmeling, &#8230; Das langj&#228;hrige  SPD-Mitglied mit Chancen auf den Posten des Duisburger  [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Ein sch&#246;ner Artikel der aufzeigt wie alle unter einer Decke stecken</strong>.<br />
<strong>Es sind vor allem Verbindungen zur SPD zu sehen - und nicht zur CDU wie man erwarten w&#252;rde:</strong></p>
<p><em>Der zur Loveparade-Trag&#246;die verantwortliche <strong>oberste Dienstherr der  Duisburger Polizei,</strong> Leitender Regierungsdirektor Detlef von Schmeling, &#8230; <strong>Das langj&#228;hrige  SPD-Mitglied</strong> mit Chancen auf den Posten des Duisburger  Polizeipr&#228;sidenten lieb&#228;ugelt mit den Thesen der vom  NRW-Verfassungsschutz beobachteten <strong>Partei Die Linke</strong> &#8230;</em></p>
<p><a href="http://info.kopp-verlag.de/hintergruende/deutschland/redaktion/loveparade-was-treibt-die-duisburger-polizeifuehrung-.html" title="http://info.kopp-verlag.de/hintergruende/deutschland/redaktion/loveparade-was-treibt-die-duisburger-polizeifuehrung-.html" target="_blank">http://info.kopp-verlag.de/hintergruende/deutschland/redaktion/loveparade-was-treibt-die-duisburger-polizeifuehrung-.html</a></p>
<p class="articleLinksTop">&nbsp;</p>
<p class="floatLeft">                     11.08.2010</p>
<h1>Loveparade: Was treibt die Duisburger Polizeif&#252;hrung?</h1>
<h2>Redaktion</h2>
<p class="introTeaser">&nbsp;</p>
<p><strong>Schon bei der ersten Pressekonferenz  zu den schrecklichen Ereignissen der Loveparade hat auch die  Polizeif&#252;hrung von Duisburg ein erb&#228;rmliches Bild abgegeben. Jetzt wurde  bekannt, dass ein hochrangiger Kriminalbeamter der Duisburger Polizei  eine Sichtung sichergestellter Beweismittel vorgenommen hat, obwohl die  Ermittlungen aus »Neutralit&#228;tsgr&#252;nden« bereits zuvor an das  Polizeipr&#228;sidium K&#246;ln abgegeben wurden.</strong></p>
<p>Die Loveparade ist das tragischste Ereignis in der  Nachkriegsgeschichte der Stadt Duisburg. Trotz des hohen  Informationsbedarfs der Angeh&#246;rigen und der Bev&#246;lkerung krankt die  Aufarbeitung dessen an Erb&#228;rmlichkeit leider ebenso einzigartig. Die von  Beginn des schrecklichen Ungl&#252;cks stattfindenden Schuldzuweisungen,  insbesondere zwischen den Beh&#246;rden der Stadt Duisburg, dem  Polizeipr&#228;sidium Duisburg sowie dem Veranstalter lassen einen  entsprechenden Schluss auf die Charakteren der dort handelnden  Verantwortlichen zu. Ganz besonders sticht dabei Duisburgs  Oberb&#252;rgermeister Adolf Sauerland (CDU) hervor, der zwischen Dementis  und Pensionsanspr&#252;chen derzeit sein Dasein fristet.</p>
<p>Genau in dieser sensiblen Phase hat sich ein hochrangiger  Kriminalbeamter des Polizeipr&#228;sidiums Duisburg im Rahmen einer  »Privatvorf&#252;hrung« sichergestellte Videos von der Loveparade zeigen  lassen, obwohl die Ermittlungen aus Gr&#252;nden der Neutralit&#228;t bereits  vorher an das Polizeipr&#228;sidium in K&#246;ln abgegeben wurden, <a href="http://www.spiegel.de/panorama/justiz/0,1518,709925,00.html" target="_blank">wie Spiegel Online berichtet</a>.  Zu diesem Zweck mussten sogar zwei Beamte »niederen Dienstrangs« den  Raum verlassen, lediglich der hochrangige Kriminalbeamte, der  Dienststellenleiter des Kommissariats sowie der IT-Chefauswerter durften  auf Weisung des leitenden Kriminalbeamten im Raum verbleiben. Ob dann  bei den &#252;blicherweise zu versiegelnden Beweisen ein rechtswidriger  Siegelbruch stattgefunden hat, geht aus den vorliegenden Informationen  nicht hervor.</p>
<h3>Ein ganz normaler Vorgang?</h3>
<p>F&#252;r den derzeit Verantwortlichen des Polizeipr&#228;sidiums Duisburg, der  leitendende Regierungsdirektor Detlef von Schmeling, der kommissarisch  das Pr&#228;sidium f&#252;hrt, ist das alles dem <a href="http://www.spiegel.de/panorama/justiz/0,1518,709925,00.html" target="_blank">Spiegel-Online-Bericht </a>zufolge  kein Problem: »Die Sichtung sei jedoch insgesamt ›unproblematisch‹  gewesen, weil sie ›dem Bem&#252;hen einer umfassenden Berichterstattung‹ an  das Innenministerium gedient habe«, lie&#223; von Schmeling gegen&#252;ber<img src="http://info.kopp-verlag.de/data/image/Torben_Grombery/2010-8/PPDuisburg/tunnel2.JPG" style="float: right; margin: 5px" height="214" width="240" />  Spiegel Online wissen. Polizeibeh&#246;rden obliegen streng hierarchischen  Strukturen und z&#228;hlen – freundlich formuliert – nicht gerade zu den  meinungsfreudigsten Institutionen der Bundesrepublik. Dennoch sehen sich  Beamte des Polizeipr&#228;sidiums Duisburg unter Inkaufnahme  dienstrechtlicher Ermittlungsverfahren mit gravierenden Folgen f&#252;r sie  selbst gezwungen, diesen Sachverhalt einem Spiegel-Online-Redakteur  zukommen zu lassen und sogar interne E-Mails weiterzugeben!</p>
<h3>Duisburgs Polizeif&#252;hrer unter der Lupe</h3>
<p>Der f&#252;r den »Einsatz Loveparade« verantwortliche Duisburger Polizeif&#252;hrer, der<a href="http://www.polizei-nrw.de/duisburg/organisation/" target="_blank"> Leitende Polizeidirektor Kuno Simon</a>,  war nach der Katastrophe eine Zeit lang krank gemeldet und  wahrscheinlich dementsprechend nicht oder nur bedingt greifbar. Dieser  hatte im Januar 2009 als verantwortlicher Polizeif&#252;hrer bereits den  Einsatz geleitet, bei dem im Rahmen einer von Milli G&#246;r&#252;s angemeldeten  Demonstration durch <a href="http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,601058,00.html" target="_blank">Polizeikr&#228;fte Israel-Fahnen in einer Privatwohnung gewaltsam entfernt wurden</a>.  Daraus entwickelte sich seinerzeit der »Duisburger Flaggenskandal«, bei  dem die Stadt Duisburg neben den Mafiamorden einmal mehr traurige  Ber&#252;hmtheit erlangte. Bei dem hochrangigen Kriminalbeamten, der sich  eine private »Kino-Vorf&#252;hrung« der Beweismittel g&#246;nnte, handelt es sich  nach Kopp-Online-Informationen um den Leitenden Kriminaldirektor Rolf  Rainer Jaeger, dem <a href="http://www.polizei-nrw.de/duisburg/organisation/" target="_blank">Chef der Duisburger Kriminalpolizei.</a>  Dieser wiederum stand j&#252;ngst in seiner Funktion als stellvertretender  NRW-Landesvorsitzender und Chefredakteur der Verbandszeitschrift der  Gewerkschaft <a href="http://www.bdk.de/nrw/nrw-landesvorstand/" target="_blank">Bund Deutscher Kriminalbeamter </a>heftig in der Kritik, als interne<a href="http://www.pi-news.net/2010/05/kriminalbeamte-weit-weg-von-recht-und-etikette/" target="_blank"> E-Mails zu einem Gewerkschaftsthema ver&#246;ffentlicht wurden.</a></p>
<p>Der zur Loveparade-Trag&#246;die verantwortliche oberste Dienstherr der  Duisburger Polizei, Leitender Regierungsdirektor Detlef von Schmeling,  der das Pr&#228;sidium seit der Alterspensionierung des dienst&#228;ltesten  Polizeipr&#228;sidenten Deutschlands Rolf Cebin kommissarisch leitet, steht  ebenfalls nicht zum ersten Mal in der Kritik. Das langj&#228;hrige  SPD-Mitglied mit Chancen auf den Posten des Duisburger  Polizeipr&#228;sidenten lieb&#228;ugelt mit den Thesen der vom  NRW-Verfassungsschutz beobachteten Partei Die Linke und ist sich nicht  zu fein, eine Veranstaltung des wegen <a href="http://www.ruhrbarone.de/duisburger-polizeichef-hort-auf-dierkes/" target="_blank">Antisemitismusvorw&#252;rfen in die Kritik geratenen Fraktionsvorsitzenden der Linkspartei</a> im Duisburger Stadtrat Hermann Dierkes zu besuchen und sogar dessen Buch k&#228;uflich zu erwerben.</p>
<h3>Emp&#246;rte B&#252;rger sind w&#252;tend</h3>
<p>Wegen all diesen – mehr als unzureichenden – Informationen und den t&#228;glich neu dazukommenden Daten <img src="http://info.kopp-verlag.de/data/image/Torben_Grombery/2010-8/PPDuisburg/sauerland.JPG" style="float: left; margin: 5px" height="291" width="240" />und  Fakten &#252;ber die handelnden Verantwortlichen sowie der nicht handelnden  Politik, sind die B&#252;rger zu Recht emp&#246;rt und auf die Verantwortlichen  mehr als w&#252;tend. Dieser Unmut ist insbesondere am Ort der Trag&#246;die, dem  Karl-Lehr-Tunnel zwischen D&#252;sseldorfer Stra&#223;e und dem Sternbuschweg im  Ortsteil Neudorf, bedr&#252;ckend wahrzunehmen. Der traurige Schauplatz ist  auch zwei Wochen nach dem schrecklichen Ereignis t&#228;glicher Anlaufpunkt  Hunderter trauernder Menschen.</p>
<p>Trauernde Menschen, welche &#252;ber die Geschehnisse und Verhaltensweisen  um die Verantwortlichen bestens informiert scheinen. Dort w&#228;chst  st&#252;ndlich der Zorn. Diesem Zorn der B&#252;rger nach steht zu vermuten, dass  diese sich die ungeheuerlichen Vorg&#228;nge nicht mehr allzu lange  mitansehen werden.</p>
<p>Die unt&#228;tige Politik ist gut beraten, den Trauernden endlich  zuzuh&#246;ren und zu handeln, denn die Stimmung dieser Menschen steht dem  Abgrund gef&#228;hrlich nahe. Dort ist deutlich wahrzunehmen, dass das  Duisburger Polizeipr&#228;sidium und das Rathaus nur einen »Steinwurf«  entfernt sind.</p>
<p class="Counter">&nbsp;</p>
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		<title>Loveparade: Die Stadt erlaubt eine Trauer bis zu sechs Wochen</title>
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		<pubDate>Wed, 11 Aug 2010 03:29:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andreas-Klamm-Sabaot</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Allgemeines und Sonstiges]]></category>

		<category><![CDATA[Politik]]></category>

		<category><![CDATA[News]]></category>

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Loveparade: Die Stadt erlaubt eine Trauer bis zu sechs Wochen 
&#214;ffentliche Trauer und Beileids-Bekundungen am Tunnel sind  nur noch bis 4. September m&#246;glich – Gedenk-Veranstaltung am 4. September
Von Andreas Klamm-Sabaot
Duisburg. 11. August 2010. Die Stadt Duisburg erlaubt den  trauernden Menschen in der Stadt nach der Katastrophe bei der Loveparade  in deren Folge [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="entry">
<p class="snap_preview"><strong>Loveparade: Die Stadt erlaubt eine Trauer bis zu sechs Wochen </strong></p>
<p><strong>&#214;ffentliche Trauer und Beileids-Bekundungen am Tunnel sind  nur noch bis 4. September m&#246;glich – Gedenk-Veranstaltung am 4. September</strong></p>
<p>Von Andreas Klamm-Sabaot</p>
<p><strong>Duisburg. 11. August 2010. Die Stadt Duisburg erlaubt den  trauernden Menschen in der Stadt nach der Katastrophe bei der Loveparade  in deren Folge nach einer Massenpanik 21 Menschen get&#246;tet und mehr als  500 Menschen zum Teil schwer verletzt wurden eine Trauer und  Beileidsbekundungen in der Karl-Lehr-Stra&#223;e am Tunnel, an dem das  Ungl&#252;ck geschehen ist, nur noch bis 4. September 2010. Nach sechs Wochen  soll dann, so die Planer der Stadt, Schluss mit der Trauer der Menschen  am Ort des Ungl&#252;cks sein.</strong></p>
<p>Gesundheits-Experten und Psychologen wissen aus  Erfahrung im Umgang  mit trauernden Menschen, dass insbesondere nach schweren traumatischen  Belastungen der Psyche und der Seele von Menschen die Zeit der Trauer  von Menschen nicht mittels Verordnung zeitlich gesteuert werden kann.  Die Trauer von Menschen, insbesondere von Menschen, deren Angeh&#246;rigen  get&#246;tet wurden kann Wochen bis Monate, meist sogar Jahre andauern. Das  betrifft auch die zum Teil hoch traumatisierten Menschen, die zum Teil  schwer verletzt wurden oder ein Beinahe-Todes-Erlebnis hatten, das meint  Menschen, die dem Tod bei der Katastrophe nur knapp entkommen sind.  Menschen, die an einer Posttraumatischen Belastungsst&#246;rung (PTBS)  erkranken brauchen oft Jahre zur Bew&#228;ltigung einer oder mehrerer  traumatischen Krisen-Situationen im Leben oder k&#246;nnen lebenslang nicht  mehr geheilt werden.</p>
<p>Dennoch will die Stadt Duisburg den Tunnel nach sechs Wochen wieder  f&#252;r den Verkehr freigeben. Zur Zeit ist der Karl-Lehr-Tunnel  noch f&#252;r  den Verkehr gesperrt.</p>
<p>Das Meer von Nachrichten, Bilder, Blumen, Engels-Figuren, Kerzen und  sonstiger Trauer-Gaben spricht eine deutliche Sprache f&#252;r sich. Viele  Menschen brauchen einen Ort, an den diese gehen k&#246;nnen und gemeinsam  auch mit anderen Menschen trauern k&#246;nnen, auch &#246;ffentlich am Tunnel.</p>
<p>Das wissen auch die Planer der Stadt Duisburg und so wird es k&#252;nftig  eine alternative St&#228;tte der m&#246;glichen gemeinsam Trauer und Begegnung f&#252;r  die betroffenen, gesch&#228;digten und traumatisierten Menschen in Duisburg  geben. In einem Glas-Kubus, der die Gr&#246;&#223;e eines Containers hat, sollen  die Trauer-Gaben der trauernden Menschen gesammelt werden. Der  Trauer-Gaben-Kubus soll, so die Planungen, im Duisburger Innenhafen  neben dem Kultur- und Stadthistorischen Museum aufgestellt werden. Dazu  hat sich der „B&#252;rgerkreis Gedenken“ entschlossen. F&#252;r den Verkehr wird  der Tunnel am 4. September wieder freigegeben. Die offizielle Trauerzeit  von sechs Wochen wird dann beendet sein.</p>
<p><strong>Suche nach einem Ort f&#252;r eine Gedenk-St&#228;tte</strong></p>
<p>Der Sprecher der der Stadt Duisburg, Frank Kopatscheck informierte  dar&#252;ber, dass der Trauer-Gaben-Kubus transparente Acryl-W&#228;nde habe mit  einer L&#228;nge von ungef&#228;hr 6,50 und einer H&#246;he und Breite von jeweils rund  2,50 Meter.</p>
<p>Am 4. September wird es eine weitere Gedenk-Veranstaltung geben. Nach  dieser Gedenk-Veranstaltung werden die Menschen gebeten, Kerzen,  Engel-Figuren, Pl&#252;sch-Tiere, Briefe, Trauerschleifen und sonstige  Trauer-Gaben selbst in den Glas-Kubus zu stellen. Unklar ist allerdings  heute die Dauer, wie lange der Kubus neben dem Museum zu finden sein  wird. Die Suche nach einer geeigneten Gedenk-St&#228;tte f&#252;r die 21 get&#246;teten  Menschen und mehr als 500 verletzten Menschen nach der  Loveparade-Katastrophe dauert noch an.<br />
<strong><br />
Duisburg gedenkt der Opfer der Loveparade-Betroffenen</strong></p>
<p>Nach der Gedenk-Veranstaltung am 4. September wird im  Karl-Lehr-Tunnel eine Gedenk-Tafel installiert. Die Gr&#246;&#223;e der  Gedenk-Tafel sei mindestens 70 mal 100 Zentimeter, sagte der  Stadt-Sprecher dem Westdeutschen Rundfunk (WDR). Der Text f&#252;r die  Inschrift lautet: „Duisburg gedenkt der Opfer der Loveparade“.</p>
<p>An der Einrichtung der geplanten Gedenk-St&#228;tte sollen K&#252;nstler aus  Duisburg beteiligt werden. Sp&#228;testens ein Jahr nach der Katastrophe am  24. Juli 2010 solle die Gedenk-St&#228;tte er&#246;ffnet werden k&#246;nnen. Um einen  geeigneten Ort f&#252;r die Gedenk-St&#228;tte zu finden, plant die Initiative  Spenden-Trauermarsch einen &#246;ffentlichen Wettbewerb auszuschreiben.</p>
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		<title>Loveparade-Opfer und Angeh&#246;rige wollen gemeinsam handeln</title>
		<link>http://Duisburg-Blog.de/11.08.2010/loveparade-opfer-und-angehoerige-wollen-gemeinsam-handeln/</link>
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		<pubDate>Wed, 11 Aug 2010 02:28:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andreas-Klamm-Sabaot</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Allgemeines und Sonstiges]]></category>

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		<description><![CDATA[
Loveparade-Opfer und Angeh&#246;rige wollen gemeinsam handeln
Vater einer 16j&#228;hrigen Sch&#252;lerin empfiehlt f&#252;r gesch&#228;digte  Menschen und betroffene Angeh&#246;rige: Solidarisches Handeln –  „Gemeinsam  sind wir stark“ –  m&#246;glicherweise sehr lange Gerichts-Prozesse und  Ermittlungen
Von Andreas Klamm-Sabaot
Duisburg. Nach der Loveparade-Katastrophe in  Duisburg in deren Folge am 24. Juli 2010, 21 junge Menschen get&#246;tet und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="entry">
<p class="snap_preview"><strong>Loveparade-Opfer und Angeh&#246;rige wollen gemeinsam handeln</strong></p>
<p><strong>Vater einer 16j&#228;hrigen Sch&#252;lerin empfiehlt f&#252;r gesch&#228;digte  Menschen und betroffene Angeh&#246;rige: Solidarisches Handeln –  „Gemeinsam  sind wir stark“ –  m&#246;glicherweise sehr lange Gerichts-Prozesse und  Ermittlungen</strong></p>
<p>Von Andreas Klamm-Sabaot</p>
<p><strong>Duisburg. Nach der Loveparade-Katastrophe in  Duisburg in deren Folge am 24. Juli 2010, 21 junge Menschen get&#246;tet und  mehr als 500 Menschen schwer verletzt wurden, initiierte J&#252;rgen Hagemann  mit seiner Ehefrau die Aktion des solidarischen Handelns der  angeh&#246;rigen und betroffenen Menschen, die bei der Katastrophe zu Schaden  gekommen sind oder noch schlimmer: Geliebte Menschen verloren haben.<br />
</strong><br />
Die Eheleute sind Eltern einer 16j&#228;hrigen Tochter, die bei der  Loveparade verletzt wurde. Die 16j&#228;hrige Sch&#252;lerin musste eine Woche im  Krankenhaus verbringen. In Deutschland gibt es gesetzlich zwar nicht,  wie in den Vereinigten Staaten von Amerika, die M&#246;glichkeit einer  Sammelklage, doch der Vater glaubt dennoch, dass ein Sammel-Verfahren  und das gemeinsame Handeln f&#252;r die berechtigten Interessen der  Angeh&#246;rigen, betroffenen und gesch&#228;digten Menschen helfen kann,  Anspr&#252;che auf Schadens-Ersatz und Schmerzensgeld in den komplexen  Verfahren vor den deutschen Gerichten, einzuklagen und zu fordern.</p>
<p>Denkbar w&#228;re auch eine au&#223;ergerichtliche Einigung oder ein Vergleich.  Die Katastrophen der Flugabst&#252;rze von Ramstein und die Zug-Katastrophe  von Eschede haben leider gezeigt, dass die Hinterbliebenen und  betroffenen Menschen oft in mehreren Jahre dauernden Gerichts-Prozessen  um die Entsch&#228;digungen doch auch um die Erstattung von Kosten f&#252;r &#196;rzte,  Krankenh&#228;user, Rettungsdienste und Anschluss-Heilbehandlungen Klagen  m&#252;ssen, um wenigstens etwas Recht und Gerechtigkeit in Deutschland nach  Katastrophen zu finden. Mindestens 15 bis 20 Teilnehmer sind f&#252;r ein  Sammel-Verfahren erforderlich. Die konnte der Vater jetzt finden, doch  er sucht weiterhin weitere gesch&#228;digte und betroffene Menschen, die  gemeinsam helfen wollen, Schadens-Ersatz- und Schmerzensgeld-Anspr&#252;che  einzufordern und zu erhalten.</p>
<p>Der ehemalige Bundes-Innenminister und Rechtsanwalt Gerhart Baum von  der Kanzlei Baum, Reiter &amp; Collegen hat in einer Pressemitteilung   (wir berichteten) seine Unterst&#252;tzung f&#252;r die Hinterbliebenen und  betroffenen Menschen zugesagt. Der Jurist ist ein Voll-Profi auf dem  komplexen Gebiet der Vertretung von Opfern nach Katastrophen und  Gro&#223;schadens-Ereignissen. Er setzte sich bereits f&#252;r die Interessen der  Ramstein-Opfer und die Opfer des Concorde-Flugzeug-Absturzes ein. Ein  Sammelverfahren bietet die M&#246;glichkeit die Belastungen, Risiken und  Kosten f&#252;r eine Klage auf mehrere Schultern zu verteilen, auch dann wenn  alle betroffene Menschen individuell und einzeln ihre Rechte und  Anspr&#252;che bei den Gerichten einklagen m&#252;ssen.</p>
<p>Nach Einsch&#228;tzung von Rechtsanwalt Gerhart Baum werden sich die  Ermittlungen zur Kl&#228;rung der Haftungsfragen und der damit verbundenen  Eintrittspflicht der Haftpflicht-Versicherungen aus seinen gewonnenen  Erfahrungen &#252;ber Jahre hinziehen. Der Jurist r&#228;t daher den Betroffenen  sich zur Geltendmachung und der Durchsetzung von Anspr&#252;chen des  Schadensersatzes zusammenzuschlie&#223;en. Mit dem Kollektiv sei es m&#246;glich  den notwendigen Druck auf die m&#246;glicherweise Verantwortlichen und die  Ermittlungs-Beh&#246;rden aufrecht zu erhalten. Gemeinsam sei es m&#246;glich mehr  zu erreichen.</p>
<p>Die Gesch&#228;digten sollten dringend ein ausf&#252;hrliches  Ged&#228;chtnis-Protokoll schreiben, in dem wichtige Angaben enthalten sein  sollten, etwa zu welcher Zeit an welchem Punkt des Geschehens diese sich  befunden haben und die Namen eventueller Zeugen notieren. Wichtig sei  auch eine genaue Dokumentation in Berichten, Arzt-Berichten, Befunden  und Fotos &#252;ber die erlittenen Verletzten, Schmerzen, &#196;ngste.</p>
<p>F&#252;r k&#246;rperliche und psychische Sch&#228;den und Beeintr&#228;chtigung aller  Arzt sollten sich die betroffenen und gesch&#228;digten Menschen auch  &#228;rztliche Bescheinigungen geben lassen. Genauer empfiehlt sich sogar  auch ein Tage-Buch oder eine Art Krankheits- Gesundheits- und  Heilungs-Protokoll zu f&#252;hren. Ein Ereignis-Tagebuch oder Protokoll k&#246;nne  auch helfen, Sp&#228;t-Folgesch&#228;den zu belegen.</p>
<p>F&#252;r die Verwandten der 21 get&#246;teten Menschen seien diese Protokolle  ebenso wichtig, da im Zuge von Trauer, Schock und Verdr&#228;ngung die  Erinnerungen an die Ereignisse oft verblassen, genaue und wichtige  Details in Gerichts-Prozessen dann oft nicht mehr von den Angeh&#246;rigen  beschrieben werden k&#246;nnen.</p>
<p>Die Hinterbliebenen sollten auch die entstehenden Kosten etwa f&#252;r  &#220;berf&#252;hrung verstorbener Menschen, Bestattung oder Einkommens-Ausf&#228;lle  dokumentieren. Die Dokumentation sollte m&#246;glichst fr&#252;hzeitig begonnen  werden, damit wichtige Beweise und Details nicht verloren gehen oder  vergessen werden.</p>
<p>Ausf&#252;hrliche Informationen zur Initiative eines Sammel-Verfahren  betroffener und gesch&#228;digter Menschen der Loveparade-Katastrophe sind im  Internet bei <a href="http://www.loveparade-sammelverfahren.de" title="http://www.loveparade-sammelverfahren.de" target="_blank">http://www.loveparade-sammelverfahren.de</a> zu finden.</p>
<p>Weitere ausf&#252;hrliche Hinweise und Informationen:</p>
<p>1. Bundes-Innenminister a. D. Gerhart Baum, <a href="http://www.gerhart-baum.de" title="http://www.gerhart-baum.de" target="_blank">http://www.gerhart-baum.de</a><br />
2. Regionalhilfe.de – Blog, <a href="http://www.regionalhilfe.wordpress.com" title="http://www.regionalhilfe.wordpress.com" target="_blank">http://www.regionalhilfe.wordpress.com</a><br />
3. Regionalhilfe.de , <a href="http://www.regionalhilfe.de" title="http://www.regionalhilfe.de" target="_blank">http://www.regionalhilfe.de</a></p>
<p>Erstver&#246;ffentlichung bei MJB Mission News, ISSN 1999-8414, am <strong>5. August 2010. </strong></p>
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		<title>Wir leisten Hilfe f&#252;r Loveparade-Opfer</title>
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		<pubDate>Wed, 11 Aug 2010 02:27:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andreas-Klamm-Sabaot</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Allgemeines und Sonstiges]]></category>

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Wir leisten Hilfe f&#252;r Loveparade-Opfer
Unternehmer Pino Sergio: „Wir wollen unb&#252;rokratisch helfen  und nicht warten bis Verantwortliche zur Rechenschaft gezogen werden“ –  Aktiengesellschaft aus D&#252;sseldorf plant Hilfe f&#252;r Opfer der Loveparade 
Von Andreas Klamm-Sabaot
Duisburg. Pino Sergio ist  Vorstandstands-Vorsitzender der WGF AG, das steht f&#252;r die Westf&#228;lische  Grundbesitz und Finanz-Verwaltungs-AG in D&#252;sseldorf. Die [...]]]></description>
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<p class="snap_preview"><strong>Wir leisten Hilfe f&#252;r Loveparade-Opfer</strong></p>
<p><strong>Unternehmer Pino Sergio: „Wir wollen unb&#252;rokratisch helfen  und nicht warten bis Verantwortliche zur Rechenschaft gezogen werden“ –  Aktiengesellschaft aus D&#252;sseldorf plant Hilfe f&#252;r Opfer der Loveparade </strong></p>
<p>Von Andreas Klamm-Sabaot</p>
<p><strong>Duisburg. Pino Sergio ist  Vorstandstands-Vorsitzender der WGF AG, das steht f&#252;r die Westf&#228;lische  Grundbesitz und Finanz-Verwaltungs-AG in D&#252;sseldorf. Die Katastrophe der  Loveparade am Samstag, 24. Juli 2010, in deren Folge, 21 Menschen  get&#246;tet und mehr als 500 Menschen verletzt wurden, bewegt auch den  Vorstands-Vorsitzenden der Aktiengesellschaft zum Handeln.  Er will den  betroffenen, vor allem auch jungen Menschen, unb&#252;rokratisch mit den neu  gegr&#252;ndeten Hilfs-Fond Wir leisten Hilfe e. V. helfen. </strong></p>
<p>Pino Sergio sagte: „Wir sind schockiert dar&#252;ber, was hier in unserer  unmittelbaren Nachbarschaft geschehen ist. Und wir wollen nicht zusehen  und warten, bis die Verantwortlichen f&#252;r diese Trag&#246;die zur Rechenschaft  gezogen werden k&#246;nnen. Vielmehr sind wir uns mit unserer Belegschaft  und unserem gesamten Vorstand einig, dass hier schnell – und vor allem  unb&#252;rokratisch – geholfen werden muss.“</p>
<p>Die Opfer br&#228;uchten jetzt dringend Hilfe. Daher habe sich Pino Sergio  und weitere engagierte Menschen entschieden, schnell Geld zur Verf&#252;gung  zu stellen und zu weiteren Spenden aufzurufen, teilt das Unternehmen in  einer Mitteilung an die Presse mit. Den Opfern der  Loveparade-Katastrophe in Duisburg und deren Familien solle z&#252;gig  geholfen werden. Die Auswirkungen betr&#228;fen vor allem auch viele junge  Menschen, “zum Teil H&#228;rtef&#228;lle, beiden denen kein soziales Netz greift  oder keine Versicherung zahlt.“ Daher habe man den Hilfs-Fond mit 30.000  Euro als Grundstock ausgestattet und ein Spenden-Konto eingerichtet.</p>
<p>SPENDENKONTO f&#252;r die Opfer der Loveparade 2010<br />
Konto 24 07 10 400<br />
Deutsche Bank Duisburg<br />
Bankleitzahl 350 700 30</p>
<p>Rechtsanwalt Ferdinand Dahlmanns aus D&#252;sseldorf hat die  treuh&#228;nderische Aufsicht f&#252;r den Hilfs-Fond &#252;bernommen. Der Jurist soll  kurzfristig f&#252;r eine Verteilung der Spenden-Gelder ohne Abzug jeglicher  Kosten f&#252;r eine Administration sorgen. Ein Presse-Sprecher des  Unternehmens best&#228;tigte auf Anfrage unserer Redaktion, dass bereits  sieben Menschen in Bezug auf  Hilfe bei dem neuem Hilfs-Fond Wir leisten  Hilfe e. V. angefragt haben sollen.  Wir leisten Hilfe betrachtet auch  Menschen als Opfer, die Zeugen der Ereignisse in Duisburg wurden: „Opfer  – das sind nicht nur die Familien-Angeh&#246;rigen der get&#246;teten Menschen  und die verletzten Menschen, sondern auch die Helfer, die die schlimmen  Bilder, die sich ihnen geboten haben, jetzt verarbeiten m&#252;ssen.“.</p>
<p>Der AXA Versicherungs-Konzern und die Lopavent GmbH, Veranstalter der  Loveparade mit Gesch&#228;ftsf&#252;hrer Rainer Schaller, haben bereits am 29.  Juli 2010 einen Soforthilfe-Fond f&#252;r die Opfer der Loveparade  eingerichtet. Das Land Nordrhein-Westfalen bietet finanzielle Hilfe in  einem Nothilfe-Fonds f&#252;r die Angeh&#246;rigen der 21 get&#246;teten Menschen und  mehr als 500 verletzte Menschen seit 3. August 2010 (wir berichteten).</p>
<p>Als weiteres neues und m&#246;gliches Hilfe-Angebot steht  jetzt der von  dem Vorstands-Vorsitzenden der WGF AG in D&#252;sseldorf , Pino Sergio,  gegr&#252;ndete private Hilfs-Fond Wir leisten Hilfe e. V. bereit.</p>
<p>Ansprechpartner f&#252;r Ausk&#252;nfte zur Initiative des Unternehmens und dem  Hilfs-Fonds,  Wir leisten Hilfe e.V., ist Dr. Heinrich Raatschen,  (Telefon 0211 68 777 – 168, Wir leisten Hilfe e.V., Vogelsanger Weg 111,  40470 D&#252;sseldorf, email: <a href="mailto:sara.gorissen@wir-leisten-hilfe.com" title="mailto:sara.gorissen@wir-leisten-hilfe.com">sara.gorissen@wir-leisten-hilfe.com</a> ). Den  Vorsitz f&#252;r den Hilfs-Fond hat der Vorstands-Vorsitzende der WGF AG,  Pino Sergio &#252;bernommen, das Amt des zweiten Vorsitzenden nimmt Raffaele  Lino und das Amt des Schatzmeister Paul Zimmer wahr.</p>
<p>Das Unternehmen, die WGF Westf&#228;lische Grundbesitz und  Finanzverwaltung AG beschreibt sich als ein Immobilienhandels und  -investmenthaus mit Sitz in D&#252;sseldorf. Das Unternehmen wurde 2003  gegr&#252;ndet. Die WGF Finanzgruppe besch&#228;ftigt Konzern-weit knapp 100  Mitarbeiter. Kerngesch&#228;ft sind der deutschlandweite Erwerb von  Immobilien, die Wertoptimierung und der gewinnbringende Verkauf von  Portfolios. Mit ihren Hypothekenanleihen ist die WGF AG deutscher  Marktf&#252;hrer</p>
<p>Informationen zu dem neuen privaten Hilfs-Fond Wir leisten Hilfe e.V. sind im Internet bei www.wir-leisten-hilfe.com zu finden</p>
<p>Ausf&#252;hrliche und weitere Informationen:</p>
<p>1. 1 Million Euro, Sofort-Hilfe-Fond der AXA Versicherung und der  Lopavent GmbH (Berlin), seit 29. Juli 2010,  <a href="http://regionalhilfe.wordpress.com/2010/08/03/hilfe-der-landesregierung-fur-die-opfer-der-loveparade-besucher" title="http://regionalhilfe.wordpress.com/2010/08/03/hilfe-der-landesregierung-fur-die-opfer-der-loveparade-besucher" target="_blank">http://regionalhilfe.wordpress.com/2010/08/03/hilfe-der-landesregierung-fur-die-opfer-der-loveparade-besucher</a></p>
<p>2. 1 Million Euro, Nothilfe-Fonds des Landes Nordrhein-Westfalen,  seit 3. August 2010,  <a href="http://regionalhilfe.wordpress.com/2010/07/30/finanzielle-soforthilfe-fur-geschadigte-und-angehorige-menschen-der-loveparade-katastrophe" title="http://regionalhilfe.wordpress.com/2010/07/30/finanzielle-soforthilfe-fur-geschadigte-und-angehorige-menschen-der-loveparade-katastrophe" target="_blank">http://regionalhilfe.wordpress.com/2010/07/30/finanzielle-soforthilfe-fur-geschadigte-und-angehorige-menschen-der-loveparade-katastrophe</a></p>
<p>3. Wir leisten Hilfe e. V., Initiative des Vorstands-Vorsitzender der  WGF AG, D&#252;sseldorf, Pino Sergio, D&#252;sseldorf, www.wir-leisten-hilfe.com ,</p>
<p>4. Informationen und Pressemitteilung der WGF AG,  <a href="http://www.wgfag.de/presse/pressemitteilungen/anzeige/?tx_ttnews" title="http://www.wgfag.de/presse/pressemitteilungen/anzeige/?tx_ttnews" target="_blank">http://www.wgfag.de/presse/pressemitteilungen/anzeige/?tx_ttnews</a>[tt_news]=1768&amp;cHash=da3672735fc6bf52ed7f4b4a06e4343e</p>
<p>Erstver&#246;ffentlichung bei MJB Mission News, ISSN 1999-8414, am <strong>4. August 2010.</strong></p>
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